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Einzelhandelsumsatz im Februar: Real und nominal unter den Erwartungen

Geldbörse im Schraubstock als Symbol für Inflation
Foto: Steve Buissinne / Pixabay

Im Februar 2024 erlebte der deutsche Einzelhandel nach den vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) eine merkliche Dämpfung. Die kalender- und saisonbereinigten Zahlen offenbaren sowohl real als auch nominal einen Rückgang der Umsätze gegenüber Januar 2024 um 1,9 % bzw. 1,8 %. Diese Entwicklung signalisiert nicht nur einen monatlichen Abwärtstrend, sondern auch eine signifikante Abschwächung im Vergleich zum Vorjahresmonat, mit einem realen Rückgang von 2,7 % und einem nominalen Minus von 0,4 %.

Die Unterschiede zwischen den realen und nominalen Umsatzrückgängen spiegeln die zunehmenden Preisanstiege im Einzelhandel wider. Besonders betroffen war der Einzelhandel mit Lebensmitteln, der real um 1,7 % und nominal um 2,0 % gegenüber dem Vormonat nachließ. Im Jahresvergleich verschärften sich die realen Umsatzeinbußen auf 2,0 %, während nominal ein leichtes Plus von 0,7 % zu verzeichnen war.

Auch der Nicht-Lebensmittelhandel zeigte Schwächen mit einem realen Umsatzrückgang von 1,0 % zum Vormonat und 2,6 % zum Vorjahresmonat. Der Internet- und Versandhandel, oft als Wachstumssegment betrachtet, erlitt im Februar 2024 einen herben Rückschlag mit einem realen Umsatzrückgang von 2,8 % gegenüber Januar 2024 und lag damit 4,7 % unter dem Umsatz des Vorjahresmonats.

Die aktuellen Daten sind damit noch leicht unter der Vorhersage des HDE im Februar-Konsumbarometer und unterstreichen weiter die Herausforderungen, mit denen der deutsche Einzelhandel konfrontiert ist. Neben der noch immer anhaltenden Inflation scheinen die aktuell finanzpolitischen Unsicherheiten der Haupttreiber für eine Konsumentenzurückhaltung zu sein.

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