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GfK-Konsumklima: Verbraucherstimmung stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Mann mit mehreren Einlaufstüten als Symbol für Konsumklima
Foto: Tim Douglas / Pexels

Nach einem deutlichen Einbruch im Vormonat verzeichnet die Verbraucherstimmung in Deutschland im Februar eine leichte Besserung. Trotz eines Anstiegs der Einkommenserwartungen bleibt die Neigung zu Anschaffungen sowie die Konjunkturerwartung nahezu unverändert, was das Konsumklima weiterhin dämpft. Im März prognostiziert der GfK-Konsumklimaindikator einen leichten Anstieg auf -29 Punkte, was nur eine minimale Verbesserung gegenüber dem revidierten Wert von -29,6 Punkten des Vormonats darstellt.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Sparneigung der Deutschen, die im Februar um 3,4 Punkte auf 17,4 Zähler ansteigt und damit das Konsumklima deutlich beeinflusst. Der Sparneigungswert erreicht damit ein Niveau, das zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Juni 2008 verzeichnet wurde. Diese Zurückhaltung beim Konsum wird durch die anhaltende Unsicherheit über die Wirtschaftslage und die zukünftige Entwicklung, verstärkt durch sinkende Konjunkturprognosen und eine nur geringfügige Anpassung der Wachstumserwartungen durch die Bundesregierung, verursacht.

Trotz eines signifikanten Anstiegs der Einkommenserwartungen, der beste Wert seit Beginn des Ukraine-Krieges, bleibt die Anschaffungsneigung auf einem niedrigen Niveau. Dies deutet darauf hin, dass die Verbraucher trotz zunehmender Kaufkraft größere Anschaffungen weiterhin meiden, was auf eine anhaltende Verunsicherung und einen Mangel an Zukunftsoptimismus zurückzuführen ist.

Die Konjunkturaussichten für die deutsche Wirtschaft bleiben ebenfalls verhalten, was durch die stagnierenden Einschätzungen der Verbraucher und die zurückgenommenen Wachstumsprognosen für 2024 widergespiegelt wird. Eine nachhaltige Erholung der Konsumkonjunktur scheint daher ohne eine Reduzierung der Inflation und eine Wiederherstellung des Verbrauchervertrauens in die Zukunft unwahrscheinlich.

Die Zahlen geht damit exakt mit den Erhebungen des Handelsverband Deutschland (HDE) einher und zeigen ein entstehende Plateau, das dem Handel mindestens kurzfristig eine deutliche Zurückhaltung entgegnen wird.

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