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Handel am stärksten betroffen: Insolvenzen in Europa auf Rekordniveau

Insolvenz auf Englisch
Foto: Markus Winkler / Pixabay

Im Jahr 2023 erreichten die Unternehmensinsolvenzen in Europa den höchsten Stand seit 2016. In Westeuropa wurden insgesamt 169.496 Insolvenzen verzeichnet, was einem Anstieg von 20,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung hervor. „Das Insolvenzgeschehen im vergangenen Jahr stand im Zeichen der Rezession. Inflation, Zinsen, Energiekosten und auch die Nachwehen von Corona haben viele Unternehmen massiv belastet. Jetzt sehen wir die Auswirkungen auch deutlich in den Zahlen“, erklärt Creditreform.

Ein besonders starker Anstieg der Insolvenzen wurde in den Niederlanden (plus 54,9 Prozent) und in Frankreich (plus 35,6 Prozent) verzeichnet. Deutschland, Schweden, Irland, Finnland und Norwegen meldeten ebenfalls eine Zunahme der Fälle um mehr als 20 Prozent. Rückläufige Insolvenzzahlen gab es hingegen in Dänemark, Luxemburg, Spanien und Portugal.

Die Hauptwirtschaftsbereiche verzeichneten alle einen zweistelligen Anstieg der Insolvenzen. Besonders betroffen waren der Handel (plus 24,8 Prozent) und das Baugewerbe (plus 21,7 Prozent). Im Dienstleistungsgewerbe lag der Anstieg bei 16,2 Prozent, während das Verarbeitende Gewerbe einen Zuwachs von 19,8 Prozent aufwies.

Auch in Osteuropa stiegen die Insolvenzzahlen, wobei Ungarn für einen Großteil des Anstiegs von rund 8 Prozent verantwortlich war. Insgesamt wurden in dieser Region fast 65.000 Unternehmensinsolvenzen registriert, verglichen mit gut 60.000 im Vorjahr. Die größten Rückgänge wurden in Kroatien (minus 22,3 Prozent) und Lettland (minus 21,2 Prozent) verzeichnet.

„2024 wird eine Fortsetzung der schlechten Wirtschaftslage des vergangenen Jahres, die zu einer weiteren Zunahme der Insolvenzen führen wird“, so die Autoren der Studie. Die schwache Ertragslage der Unternehmen bleibe ein zentrales Problem. Im Jahr 2022 erwirtschafteten 21,5 Prozent der Unternehmen Verluste, während 25,9 Prozent nur sehr niedrige Gewinnmargen erzielten. Trotz einer gestiegenen Eigenkapitalquote bleibt die finanzielle Stabilität vieler Unternehmen fragil, was weitere Insolvenzen erwarten lässt.

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