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Neue Bain-Studie – Globaler Luxus-Markt wächst weiter

Foto einer Luxus-Handtaschen Boutique
Foto: Pexels from Pixabay

In einer Zeit globaler Unsicherheiten erreicht der Luxusmarkt im Jahr 2023 voraussichtlich einen neuen Höhepunkt mit einem geschätzten Wert von 1,5 Billionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 8-10% gegenüber dem Vorjahr und setzt somit einen neuen Rekord in der Branche. Zu diesen Erkenntnissen kommt ein aktueller Bericht von Bain & Company in Zusammenarbeit mit Altagamma, dem italienischen Verband der Luxusgüterhersteller.

Trotz schwieriger makroökonomischer Bedingungen verzeichnet der Markt ein robustes Wachstum bei konstanten Wechselkursen. Der persönliche Luxusgütermarkt, ein Schlüsselsegment, hat im Jahr 2023 weiterhin Zuwächse erlebt und wird bis zum Jahresende voraussichtlich 362 Milliarden Euro erreichen, was 4% höher ist als 2022 zu aktuellen Wechselkursen.

Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, insbesondere im vierten Quartal, darunter fragile Verbraucherstimmung und makroökonomische Spannungen in China. Für 2024 deutet die Forschung auf eine Abschwächung der Leistung im Bereich persönlicher Luxusgüter hin, mit einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich gegenüber 2023.

Claudia D’Arpizio, Partnerin bei Bain & Company, betont, dass Marken, die sich durch Widerstandsfähigkeit, Relevanz und Erneuerung auszeichnen, die Gewinner in dieser entscheidenden Phase sein werden. Dies erfordert mutige Entscheidungen im Sinne der Kunden.

Federica Levato, ebenfalls Partnerin bei Bain, unterstreicht, dass langfristiges Wachstum auf soliden Grundlagen basiert. Strategische Fusionen und Übernahmen könnten die Grenzen der Branche neu definieren und somit grundlegende Wachstumstreiber für die Zukunft sein.

Regional betrachtet zeigt die Studie, dass die globalen Luxustourismuskäufe fast das Niveau vor der Pandemie erreicht haben, wobei Europa einen progressiven Anstieg im Tourismus verzeichnet. Im Gegensatz dazu hat in Amerika eine Verlangsamung eingesetzt, und in China hat sich das Wachstum im Laufe des Jahres verlangsamt.

In Bezug auf Produktkategorien hat der Schmuckbereich aufgrund eines Investitionsansatzes ein starkes Wachstum erlebt. Bereiche wie Ready-to-Wear und Beauty verzeichnen ebenfalls positives Wachstum. Uhren bleiben trotz einer zunehmenden Polarisierung um einige Branchengewinner herum erfolgreich.

In Bezug auf Vertriebskanäle führen Monobrand-Stores, angetrieben durch das Streben der Verbraucher nach physischen Erfahrungen und die zunehmende Rolle des Clienteling im Verkauf. Physische und digitale Erlebnisse verschmelzen zunehmend, was eine Exzellenz in der Kundenerfahrung über die gesamte Customer Journey hinweg erfordert.

Für Marken wird es entscheidend sein, durch Kreativität und Innovation in einem zunehmend überfüllten Markt relevant zu bleiben und eine Basis von Markenliebhabern zu kultivieren, um ihre Reichweite zu erweitern. Gleichzeitig ist es unerlässlich, kurzfristige Herausforderungen zu meistern und Flexibilität in die Geschäftsstruktur einzuführen, um Effizienz in Governance und Prozessen zu optimieren.

Quelle: BAIN & Company

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