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Nike meldet solides Quartal, plant jedoch mit Umsatzrückgang und Sparmaßnahmen

Nike House of Innovation in New York City
Foto: Nice

Nike, der führende US-Sportartikel-Hersteller, hat im Kontext weltwirtschaftlicher Herausforderungen solide Quartalsergebnisse veröffentlicht, steht jedoch vor einer Phase der strategischen Neuorientierung und stimmt die Aktionäre auf eine eher trübe Umsatzentwicklung ein.

Im Berichtszeitraum verzeichnete Nike einen Umsatz von rund 12,4 Milliarden US-Dollar, somit nur ein geringfügiges Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf Erfolge in Amerika und Asien sowie eine überproportionale Entwicklung der digitalen Kanäle (+6%) zurückzuführen, die die Einbußen in der EMEA-Region mehr als kompensierten. Besonders die Hauptmarke Nike trug mit einem Umsatz von 11,9 Milliarden US-Dollar den Löwenanteil zum Gesamtergebnis bei, wobei Nordamerika und Großchina signifikante Wachstumsmärkte darstellten.

Der Nettogewinn betrug im Quartalszeitraum 1,2 Milliarden Dollar, ein Rückgang um 5 Prozent, und der Gewinn pro Aktie lag bei 0,77 Dollar, was einem Rückgang von 3 Prozent entspricht.

Weiterhin hat Nike eine Warnung herausgegeben, dass der Umsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz zurückgehen werde. Dieser Schritt ist Teil eines bereits im Dezember vorgestellten umfassenden 2 Milliarden-Dollar-Sparplans, der eine Kürzung der Produktion bestimmter Produktlinien umfasst. Die Anpassungen aus Kostengründen betreffen vor allem die Reduktion des Angebots an Freizeitschuhen, darunter Modelle wie Air Force 1s, und eine „vorsichtigere Herangehensweise“ bei der Einführung neuer Pegasus-Laufschuhe.

Trotz der Herausforderungen übertraf Nike die Wall-Street-Prognosen für Umsatz und Gewinn im dritten Quartal, letztlich angekurbelt durch Rabatte in der Ferienzeit und die Einführung neuer Sneaker-Modelle. Möglicherweise nicht ganz zufällig feiert Nike einen Tag vor Zahlenveröffentlichung ebenfalls einen bedeutenden Erfolg: Ab 2027 wird der Konzern den Deutschen Fußball-Bund ausstatten, was ein deutliches Zeichen für die Stärke gegenüber dem Rivalen Adidas darstellt und sich positiv auf die Aktien ausgewirkt hat.

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