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Signa-Update – Wichtige Immobilien-Gruppe muss Insolvenz anmelden

Ausschnitt des Immobilien-Portfolios der Signa Prime Selection AG
Foto: Signa

Nach der ersten Signa-Insolvenzwelle, die größtenteils die Retail-Sparte betrifft, hat nun auch die wichtige Signa Prime Selection AG einen Antrag für ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beim Handelsgericht Wien eingereicht, wie Fashionunited berichtet. Es wird erwartet, dass die Signa Development Selection AG am darauffolgenden Freitag einen ähnlichen Schritt unternimmt. Das erklärte Ziel dabei ist, den laufenden Betrieb des Unternehmens geordnet und eigenständig fortzusetzen sowie eine dauerhafte Restrukturierung zu erreichen.

Die Signa Prime Selection AG ist bekannt für ihre hochwertigen Geschäftsimmobilien in Toplagen, einschließlich bedeutender Objekte wie dem Elbtower in Hamburg und dem KaDeWe in Berlin. Trotz eines Portfoliowertes von 20,4 Milliarden Euro und hochwertigen Immobilien stand die Signa Prime Ende 2022 vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten, mit Verbindlichkeiten von fast 10,8 Milliarden Euro und einem Verlust von etwa einer Milliarde Euro. Der Wertverlust ihrer Anlageobjekte in Deutschland war ein wesentlicher Faktor für diese finanzielle Situation. Auffällig ist, dass trotz dieser Herausforderungen die Vorstände der Gesellschaft Prämien in Höhe von insgesamt 19 Millionen Euro erhielten​​.

Signa Development Selection AG, spezialisiert auf die Entwicklung von städtebaulichen Projekten im Wohn- und Gewerbesegment, meldete für das Vorjahr einen Verlust von rund 316 Millionen Euro. Auch hier wurden Vorstandsprämien im Umfang von insgesamt 9 Millionen Euro gezahlt, trotz der prekären finanziellen Lage des Unternehmens. Die aktuelle Bilanzsumme der Signa Development wird auf der Webseite mit 4,6 Milliarden Euro angegeben​​.

Die finanziellen Schwierigkeiten der Signa-Gruppe sind teilweise auf die aktuellen Marktbedingungen zurückzuführen. Das Unternehmen, wie auch die gesamte Immobilienbranche, kämpft mit gestiegenen Baukosten, höheren Energiepreisen und Zinsen. Zusätzlich steht der stationäre Einzelhandel, ein weiteres Geschäftsfeld von Signa, unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Diese Faktoren trugen maßgeblich zu den finanziellen Problemen bei, die schließlich in den aktuellen Insolvenzanträgen mündeten​​.

Die Stadt Hamburg sieht aktuell keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Elbtower. Ein Vertreter der Hamburger Stadtentwicklungsbehörde erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die Stadt die Lage sorgfältig beobachtet und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergreifen wird, obwohl das Verfahren momentan keine direkten Konsequenzen für die bestehenden Verträge mit der Käufergesellschaft des Elbtowers nach sich zieht.

Die Signa Prime Selection AG, ein Unternehmen des österreichischen Investors René Benko, ist die indirekte Hauptaktionärin der Hamburg Elbtower Immobilien GmbH & Co. KG mit einem Anteil von 75 Prozent. Seit Oktober ruhen die Bauarbeiten am Elbtower in der östlichen Hafencity. Grund dafür sind unbezahlte Rechnungen von Signa, wie vom beauftragten Bauunternehmen Adolf Lupp aus Nidda, Hessen, berichtet wird. Signa hat sich zu dieser Angelegenheit bisher nicht öffentlich geäußert. Der Elbtower, der einmal 245 Meter hoch werden und das dritthöchste Gebäude Deutschlands sein soll, wird Büros, Geschäfte, Galerien, Restaurants und eine Aussichtsplattform auf der 55. Etage beherbergen. Derzeit ist das Gebäude etwa 100 Meter hoch. Die Fertigstellung war ursprünglich für 2025 geplant, mit geschätzten Gesamtkosten von rund 950 Millionen Euro.

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