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Signa Wochen-Update: Central Group, neue Kredite und Insolvenz der Familienstiftung

Fotos von Assets der Signa Real Estate, Signa Prime
Foto: signa.at/realestate/

In der Osterwoche gab es erneut bedeutende Entwicklungen rund um die Insolvenz von Signa, die sowohl internationale Investoren als auch die betroffenen Stakeholder aufmerksam verfolgen. Im Mittelpunkt der Woche stand das Interesse der thailändischen Central Group an Signa-Immobilien, ein neuer Kredit für die Signa Prime Selection AG und – aufgrund der Höhe der Schulden – mit besonderer Brisanz die Insolvenz der Familienstiftung von René Benko.

Thailändische Central Group zeigt Interesse an Signa-Immobilien

Gerüchte über das Interesse der thailändischen Central Group an der Übernahme einiger Schlüsselimmobilien von Signa, darunter das KaDeWe in Berlin und Selfridges in London, wurden nun durch Berichte von Business Insider gestützt. Die Central Group, die bereits eine Beteiligung von 50,1 Prozent an der insolventen KaDeWe Group hält, erwägt offenbar auch die Übernahme des noch nicht fertiggestellten Kaufhauses Lamarr in Wien. Dies unterstreicht das anhaltende internationale Interesse an erstklassigen Einzelhandelsimmobilien trotz der aktuellen Herausforderungen im Immobiliensektor.

Signa Prime Selection erhält wichtigen Kredit

In einem ersten Zeichen der Hoffnung für die Signa Prime Selection AG wurde bekannt, dass das Unternehmen einen Massekredit von bis zu 100 Millionen Euro von Attestor Ltd. erhält. Dieser Schritt soll die Liquidität des Unternehmens stabilisieren und die strukturierte Verwertung der Assets ermöglichen, wodurch übereilte Verkäufe unter Wert vermieden werden sollen. Die Finanzspritze gibt Signa Prime wichtige Zeit, um seine Sanierungsbemühungen voranzutreiben. Signa Prime ist der Immobilienarm, der unter anderem die Immobilien der KaDeWe-Group hält, was die komplexe Verkettung verdeutlicht.

Insolvenz der Benko-Familienstiftung

Die Insolvenz der Familie Benko Privatstiftung wirft ein weiteres Schlaglicht auf die komplexen Vermögensverhältnisse hinter Signa. Gläubiger erhoffen sich von diesem Schritt zusätzliche Einblicke in die bisher undurchsichtige finanzielle Lage René Benkos. Die Stiftung, die unter anderem Beteiligungen an der Signa Holding hält, meldet Schulden von über 1 Milliarde (!) Euro an.

Die Familie Benko Privatstiftung verfügt über eine Vielzahl von Beteiligungen an verschiedenen Signa-Unternehmen, wie Finance Magazin berichtet. Der österreichische Kreditorenverband berichtet, dass die Stiftung vollständige Eigentümerschaft (100%) an Firmen wie ARP Seventeen, Familie Benko 2017 Zwei und Familie Benko 2018 Fünf besitzt. Zusätzlich hält sie Anteile von 32,4% an der Supraholding, 25% an der Signa RFR International Projektbeteiligungs GmbH und 10,1% an der Signa Holding.

Die jüngsten Entwicklungen zeigen weiter die Dynamik und die vielschichtigen Herausforderungen innerhalb der Signa-Insolvenz. Während die Beteiligung internationaler Investoren und die Sicherung neuer Finanzmittel Zeichen der Hoffnung sind, bleibt die Situation durch die Insolvenz der Benko-Familienstiftung weiterhin kompliziert und undurchsichtig.

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