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State of Fashion 2024 – Studie prognostiziert unsicheres Jahr in der Modeindustrie

Titelcover des Reports "The State of Fashion 2024" von McKinsex und Business of Fashion
Foto: McKinsey & Company

Die globale Modeindustrie steht vor einem Jahr voller Unsicherheit und potenzieller Chancen, wie der kürzlich veröffentlichte „State of Fashion 2024 Report“ von McKinsey & Company in Zusammenarbeit mit Business of Fashion (BoF) aufzeigt. Das Jahr 2024 wird für die Modebranche sowohl von Vorsicht als auch von der Notwendigkeit geprägt sein, gezielt nach Möglichkeiten für Wachstum und Innovation zu suchen.

Eines der Hauptthemen des Berichts ist das verlangsamte Wachstum der Modebranche. Für das Jahr 2024 wird ein Anstieg des Umsatzes zwischen 2 und 4 Prozent prognostiziert, wobei das Luxussegment mit einem Wachstum von 3 bis 5 Prozent etwas besser abschneidet. Diese Zahlen spiegeln die aktuellen geopolitischen und makroökonomischen Herausforderungen wider, die das Verbrauchervertrauen beeinträchtigen und zu einem Rückgang der Ausgaben in den Schlüsselmärkten führen.

Ein besonderes Augenmerk richtet der Bericht auf die Rolle der generativen Künstlichen Intelligenz (GenAI) in der Modeindustrie. GenAI hat sich als Priorität für 73 Prozent der Führungskräfte in der Branche herauskristallisiert, mit einem geschätzten Wertpotenzial von 25 Prozent für Design und Produktentwicklung. Dies unterstreicht das transformative Potenzial dieser Technologie, obwohl nur 5 Prozent der Befragten glauben, dass ihre Mitarbeiter derzeit über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen, um dieses Potenzial voll auszuschöpfen.

Ein weiterer positiver Trend für die Modeindustrie ist die Erholung des weltweiten Tourismus. Es wird erwartet, dass die Anzahl der Auslandsreisen im Jahr 2024 das Niveau von 2019 um 10 Prozent übersteigen wird. Dies dürfte die internationale Nachfrage nach Mode- und Luxusartikeln verstärken, insbesondere da 80 Prozent der befragten Konsumenten aus den USA, Großbritannien und China planen, während ihres Urlaubs vermehrt Kleidung zu kaufen.

Der Bericht betont auch die Bedeutung des Influencer-Marketings in der Modebranche, wobei ein Trend hin zu Authentizität und Sympathie beobachtet wird. Trotz der wachsenden Müdigkeit gegenüber gesponserten Inhalten auf Social Media bevorzugen 43 Prozent der Verbraucher Influencer, die sympathisch und authentisch wirken.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Klimakrise. Umweltkatastrophen, die durch den Klimawandel verursacht werden, stellen ein erhebliches Risiko für die Modeindustrie dar. Extreme Wetterereignisse gefährden Bekleidungsexporte im Wert von 65 Milliarden Dollar und könnten bis 2030 eine Million Arbeitsplätze in vier großen Volkswirtschaften bedrohen. Die Branche steht daher vor der Herausforderung, ihre Wertschöpfungsketten widerstandsfähiger zu gestalten und Maßnahmen zur Emissions- und Abfallreduzierung zu ver Trotz der zahlreichen Herausforderungen zeigt der Bericht, dass die Branche weiterhin Resilienz und Anpassungsfähigkeit demonstriert, insbesondere im Luxussegment. Die effektive Nutzung neuer Technologien wie GenAI und die Anpassung an veränderte Verbrauchertrends und Umweltbedingungen werden entscheidend für den Erfolg in diesem dynamischen Markt sein.

Alle Informationen und Ergebnisse der Studie gibt es hier als PDF.

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