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Wegen Yeezy-Disput: Adidas meldet ersten Verlust seit 30 Jahren

Kanye West beim Start der Adidas Yeezy-Kooperation in 2016
Kanye West zum Start von Yeezy in 2016 (Foto: Adidas)

Der deutsche Sportbekleidungsgigant Adidas steht vor Herausforderungen, nachdem zum ersten Mal seit über drei Jahrzehnten ein Jahresverlust gemeldet werden musste: Im Jahr 2023 endete das Unternehmen mit einem Nettoverlust von 58 Millionen Euro. Diese Zahlen markieren einen signifikanten Umschwung gegenüber dem Vorjahr, in dem noch ein Gewinn von 254 Millionen Euro erzielt wurde. Diese Entwicklung folgt auf die Trennung von Kanye West im Oktober 2022, die den Verkauf der hochprofitablen Yeezy-Sneakerlinie einstellte.

Im Jahr 2023 fiel der Umsatz um 5% auf 21.427 Millionen €, was laut Adidas durch negative Währungsumrechnungseffekte, einem starken Nachfragetief in Nordamerika und vor allem der damit verknüpften Entscheidung, das Yeezy-Geschäft zu beenden, verursacht wurde. Währungsbereinigt liegt der Umsatz allerdings auf Vorjahr, was zumindest die jüngste Prognose aus dem letzten Herbst übertroffen hat.

Die Beendigung der Partnerschaft mit Kanye West, der aktuell auf seinen Social Media Kanälen erneut im starken Clinch mit dem Sport-Gigant aus Herzogenaurach ist, und der damit verbundene Verkauf der restlichen Yeezy-Produkte „mindestens zu Selbstkosten“ trugen zur finanziellen Herausforderung bei. Obwohl Adidas aus den Yeezy-Verkäufen im letzten Jahr noch einen Umsatz von 750 Millionen Euro und einen Gewinn von 300 Millionen Euro erzielte. Adidas selbst bezeichnet das Jahr aufgrund dem Yeezy-Cut als „Übergangsjahr“.

Trotz des ersten Verlusts seit 30 Jahren bleibt Adidas optimistisch und erwartet, dass sich das Kerngeschäft – abgesehen von Yeezy – in der zweiten Jahreshälfte 2024 um mindestens 10% verbessern wird. Adidas zielt für 2024 darauf ab, unter dem Strich wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Bis 2026 strebt Gulden an, einen gesunden Wachstumspfad mit zweistelligen Wachstum zu erreichen.

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