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Klingel-Insolvenz – Bader kauft Modemarke KLiNGEL

Fotos mit Paketen im Logistikzentrum von BADER Versand
Foto: BADER Versand

Die Bruno Bader GmbH + Co. KG hat offiziell die Marke KLiNGEL von der K – Mail Order GmbH & Co. KG erworben. Der Kauf, der am 1. Februar 2024 wirksam wird, umfasst neben der Marke selbst auch die dazugehörigen Kundenadressen und Domains. Dieser strategische Zug wurde vom Gläubigerausschuss einstimmig gebilligt.

Diese Akquisition folgt auf den früheren Verkauf der Marke MONA durch die KLiNGEL Gruppe. Das Familienunternehmen aus Pforzheim betrachtet den Erwerb der KLiNGEL-Marke als idealen Zuwachs zu seinem Portfolio. Das Sortiment von KLiNGEL, das von Oberbekleidung und Wäsche bis zu Schuhen, Schmuck sowie Living- und Technik-Artikeln reicht, ergänzt die Produktvielfalt von BADER.

Colin Bader, der das seit 1929 bestehende Versandhaus leitet, sieht im Erwerb der KLiNGEL-Marke eine Fortsetzung des Expansionskurses seines Unternehmens. „Die Marke passt perfekt zu unserer Zielgruppe, die exzellenten Service und hohe Qualität schätzt“, betont er. BADER, das im Multi-Channel-Distanzhandel tätig ist, bietet eine breite Palette von Produkten an, darunter Mode, Schuhe, Wäsche, Schmuck, Gesundheitsprodukte sowie Artikel für Heimtextilien, Möbel und Haushalt.

Die Übernahme ist nicht nur für BADER, sondern auch für die KLiNGEL Gruppe von großer Bedeutung. Marcus Katholing, Geschäftsführer von KLiNGEL und Sanierungsexperte bei PLUTA, äußerte sich positiv über den Verkauf. Er hob hervor, dass die Marke in der Region verankert bleibt, was besonders für die Gesellschafterfamilie Kohm von Bedeutung ist. Katholing dankte auch den über 600 Mitarbeitern für ihre Hingabe und Professionalität, besonders während der herausfordernden Phase des Eigenverwaltungsverfahrens, in dem sich KLiNGEL seit Mai 2023 befindet.

Das Portfolio der Klingel-Gruppe, gegründet vor 100 Jahren, umfasst weiterhin Marken wie Alba Moda (Mode), Diemer (Schmuck) und Wellsana (Gesundheit). Die Gruppe plant, in den kommenden Wochen weitere Marken zu veräußern, als Teil ihrer Strategie zur Bewältigung des Insolvenzverfahrens und zur Sicherung der Zukunft des Unternehmens. Der Betrieb der Gruppe wird bis Ende Januar 2024 fortgesetzt, unterstützt von der Restrukturierungsgesellschaft PLUTA.

Quelle: Pluta

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