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BEITRAG

Signa-Tochter Dress-for-less muss zum zweiten Mal in die Insolvenz

Screenshot des Online-Shops Dress-for-less, der Signa-Tochter die Insolvenz angemeldet hat
Foto: Dress-for-less

Die Insolvenz und finanzielle Schieflage der Signa Holding hat nach SportScheck und Internetstores nun auch das Online-Outlet Dress-for-less mit in die Insolvenz gerissen. Wie Exciting Commerce berichtet, wurde beim Amtsgericht Darmstadt noch vor Weihnachten der Insolvenzantrag eingereicht.

Dress-for-less beschreibt sich selbst als Designeroutlet für modische, preisgünstige Designer- und Markenware mit Ware aus Überproduktion, Restbeständen und Schlussverkäufen. Das Unternehmen wurde bereits 1999 ins Leben gerufen und gilt damit als einer der Pioniere in Deutschland im Mode Online-Handel.

Gegen Ende des Jahres 2007 erwarb Palamon Capital Partners, ein Private-Equity-Unternehmen mit Sitz in Edinburgh, die Mehrheitsbeteiligung an Dress-for-less. Im Jahr 2011 erfolgte die dann bedeutendste Veränderung, als Privalia, ein Shopping Club aus Spanien, das Unternehmen übernahm. Nach einem Management-Buyout sah sich Dress-for-less 2016 jedoch aufgrund von drohenden Zahlungsschwierigkeiten gezwungen, den ersten Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen.

Signa hatte 2016 Dress-for-less aus der Insolvenz erworben, was das Unternehmen vorübergehend stabilisierte. Seit der Signa-Übernahme hat das Unternehmen keine Umsatzzahlen mehr veröffentlicht.

Die Insolvenz von Signa, eines der größten Immobilien- und Einzelhandelskonglomerate Europas, markiert nun einen tiefgreifenden Einschnitt in der europäischen Immobilien- und Einzelhandelsbranche. Die Signa Holding, ein Verbund aus etwa 1.000 Unternehmen mit bedeutenden Projekten und Warenhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, meldete mit rund 5 Milliarden Euro Schulden Insolvenz an​​​​.

Die Insolvenz von Dress-for-less verdeutlicht die Verwundbarkeit von Unternehmen, die eng mit größeren, finanziell instabilen Konzernen verbunden sind. Die aktuelle Wirtschaftslage, geprägt von steigenden Kreditkosten und einem schwächelnden Immobilienmarkt, hat die Situation für Unternehmen wie Signa und ihre Tochtergesellschaften verschärft. Für die Zukunft bleibt abzuwarten, wie sich die Lage für Dress-for-less und die anderen Unternehmen der Signa-Gruppe entwickeln wird.

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