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BEITRAG

Vestiaire Collective startet Crowdfunding-Kampagne und plant IPO

Vestiare Collective auf der Crowfunding-Plattform Crowdcube
Foto: Vestiaire Collective

Vestiaire Collective, eine der führenden Plattform für den Wiederverkauf von Designer-Mode, hat eine Crowdfunding-Kampagne eingeleitet, von individuellen Investoren zu sammeln. Die Crowdfunding-Kampagne setzt den Preis pro Aktie auf 1,78 Euro (1,94 US-Dollar) fest, wodurch sich die Bewertung von Vestiaire Collective auf 1,1 Milliarden Euro (1,20 Milliarden US-Dollar) beläuft. Diese Bewertung entspricht derjenigen einer Finanzierungsrunde im November, die von der Private-Equity-Firma Eurazeo angeführt wurde – dem größten Anteilseigner mit einem Anteil von etwa 25%. Mitte 2022 wurde das Unternehmen allerdings noch mit 1,4 Milliarden Euro bewertet, was die aktuelle Ausrichtung auf Profitabilität erklärt.

Die Crowdfunding-Kampagne ist für Personen in Europa und Großbritannien zugänglich und wird auf der Website und in der mobilen App von Vestiaire Collective beworben. Der deutsche CEO Maximilian Bittner betont, dass die Kampagne nicht nur eine Finanzierungsmaßnahme ist, sondern auch als Marketingbemühung dient, um die Bindung zur Community zu stärken. Trotz eines globalen Rückgangs im Luxussektor verzeichnete Vestiaire im letzten Jahr einen Umsatzanstieg von 25%, angetrieben durch das wachsende Interesse an Secondhand-Mode und Accessoires.

Vestiaire Collective hat große finanzielle Meilensteine erreicht, indem es bislang 550 Millionen Euro von namhaften Investoren eingesammelt hat und nun eine starke Ausrichtung auf Profitabilität demonstieren will. Im Jahr 2023 wurden 2,3 Millionen Bestellungen bearbeitet, was einer bisherigen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 38% von 2018 bis 2023 entspricht. Der durchschnittliche Bestellwert von 350 Euro im Jahr 2023 unterstreicht die attraktiven wirtschaftlichen Kennzahlen der Plattform.

Die Investitionsstrategie von Vestiaire Collective zielt darauf ab, den wachsenden und lukrativen Markt für Secondhand-Mode, der 2023 auf 211 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde und bis 2027 voraussichtlich auf 350 Milliarden US-Dollar ansteigen wird, weiter zu erschließen. Das Unternehmen beabsichtigt, seinen Marktanteil kontinuierlich zu erhöhen, die Profitabilität zu steigern und letztendlich einen Börsengang zu realisieren.

Investitionen in Vestiaire Collective werden als wesentlicher Beitrag zum nächsten Kapitel der Erfolgsgeschichte des Unternehmens betrachtet. Die Mittel werden eingesetzt, um die Reichweite zu vergrößern und das Wachstum in den Kernmärkten Europa, USA und APAC zu beschleunigen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Weiterentwicklung der App, um die Benutzerfreundlichkeit und das Engagement zu verbessern und das Vertrauen der Mitglieder in die sichere Plattform zu stärken. Darüber hinaus plant Vestiaire Collective, in die Verbesserung der Kundenerfahrung zu investieren, um der globalen Community einen erstklassigen Service rund um die Uhr zu bieten.

YouTube Video zur Crowdfunding-Kampagne von Vestiaire Collective

Die Crowdfunding-Kampagne, die über die in Großbritannien ansässige Plattform Crowdcube abgewickelt wird, beginnt heute. Informationen dazu findet man auf einer offiziellen Seite von Vestiaire Collective.

Vestiaire Collective wurde 2009 in Paris gegründet. Ursprünglich als Vestiaire de Copines bekannt, zielte das Unternehmen darauf ab, den Konsum von Mode nachhaltiger zu gestalten und wurde schnell zu einer führenden Plattform für den Wiederverkauf von Luxus- und Designerartikeln. Mit einer anfänglichen Selbstfinanzierung erlebte die Plattform ein schnelles Wachstum und zog frühzeitig Investitionen an. Nach mehreren erfolgreichen Finanzierungsrunden und einer Umbenennung in Vestiaire Collective, um der internationalen Kundschaft gerecht zu werden, expandierte das Unternehmen rasch in Märkte wie USA, Großbritannien und Deutschland. Maximilian Bittner, Mitbegründer von Lazada, übernahm Ende 2018 als CEO. Unter seiner Leitung hat Vestiaire Collective seine Präsenz erheblich erweitert und ist in neue Märkte, u.a. in Asien, eingetreten. Mit einem Fokus auf nachhaltigen Konsum, Transparenz und Authentizität hat das Unternehmen seine Position als führende Plattform im Re-Commerce-Sektor für wiederverkaufte Luxusmode gefestigt.

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