Das neue Jahr beginnt für das Konsumklima in Deutschland mit einem Dämpfer. Die aktuellen Ergebnisse des GfK-Konsumklimas, das gemeinsam von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) erhoben wird, zeigen eine Verschlechterung der Verbraucherstimmung. Der Indikator fällt im Februar 2025 um einen Punkt auf -22,4 Zähler und setzt damit den negativen Trend fort. Hauptursachen sind rückläufige Konjunktur- und Einkommenserwartungen sowie eine steigende Sparneigung.
Ende 2024 hatte sich die wirtschaftliche Zuversicht der Deutschen leicht aufgehellt. Doch dieser positive Impuls erwies sich als kurzlebig: Zu Jahresbeginn 2025 sinkt der Konjunkturindikator um 1,9 Zähler auf -1,6 Punkte. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte 2024 um 0,2 Prozent und damit das zweite Jahr in Folge. Auch die Prognosen für 2025 bleiben verhalten.
Nachdem die Einkommenserwartungen im Dezember 2024 noch zugelegt hatten, verlieren sie nun 2,5 Punkte und fallen auf -1,1 Zähler zurück. Dieser Rückgang steht im Einklang mit der wirtschaftlichen Unsicherheit und der Entwicklung der realen Einkommen im vergangenen Jahr. Während die erste Jahreshälfte 2024 noch von einer Erholung geprägt war, setzte in der zweiten Hälfte ein rückläufiger Trend ein.
Die Anschaffungsneigung leidet unter den schwächeren Einkommensaussichten und sinkt um 3 Punkte auf -8,4 Zähler – den niedrigsten Stand seit August 2024. Eine wieder steigende Inflationsrate sowie Sorgen um Arbeitsplätze tragen zusätzlich zur Konsumzurückhaltung bei. Besonders Nachrichten über Werksschließungen und Produktionsverlagerungen verstärken die Unsicherheit der Verbraucher.
Trotz der Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung zu Beginn des Jahres zeigt sich das Konsumklima weiterhin labil. Die Kombination aus schwacher Konjunktur, steigenden Preisen und zunehmender Sparneigung spricht gegen eine schnelle Besserung. Solange sich diese Faktoren nicht nachhaltig verbessern, dürfte der private Konsum als Wachstumstreiber ausfallen.