Abercrombie & Fitch Co. hat für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 Rekordumsätze gemeldet und bestätigt damit den Wachstumskurs der vergangenen Quartale. Der Modekonzern erreichte im Schlussquartal 1,67 Milliarden US-Dollar Umsatz – ein Plus von 5 Prozent – und im Gesamtjahr 5,27 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 6 Prozent entspricht. Damit verbuchte der Konzern seinen 13. Wachstumsquartal in Folge.
CEO Fran Horowitz sprach von „stolzen Ergebnissen“ und verwies auf die erneut starken Margen. Der Gewinn je Aktie lag für das Gesamtjahr bei 10,46 US-Dollar. Auf operativer Ebene erzielte das Unternehmen eine Marge von 13,3 Prozent. Unterstützt durch einen operativen Cashflow von 619 Millionen US-Dollar kaufte Abercrombie im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,4 Millionen Aktien zurück – rund elf Prozent des Aktienbestands zu Jahresbeginn.
Hollister treibt Wachstum, Abercrombie verliert leicht
Beim Blick auf die Marken zeigt sich ein gemischtes Bild: Hollister steigerte seinen Jahresumsatz um beeindruckende 15 Prozent und erreichte ein Rekordergebnis, während die Kernmarke Abercrombie um 1 Prozent zurückging. Regional betrachtet verzeichnete die Gruppe in allen Weltregionen Wachstum, besonders stark in den Amerikas (+7 %). Die EMEA-Region legte um 6 Prozent zu, APAC um 5 Prozent.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Operative Ergebnisse unter Vorjahr
Im wichtigen Schlussquartal ging das operative Ergebnis von 256 auf 236 Millionen US-Dollar zurück. Die operative Marge sank entsprechend von 16,2 auf 14,1 Prozent. Auch auf Jahressicht lag das operative Ergebnis mit 699 Millionen US-Dollar unter dem Vorjahr (741 Millionen). Bereinigt belief sich das operative Ergebnis auf 661 Millionen US-Dollar, die bereinigte Marge auf 12,5 Prozent.
Solide Liquidität und anhaltende Investitionen
Zum Bilanzstichtag verfügte das Unternehmen über 760 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln sowie 1,2 Milliarden US-Dollar an Gesamtliquidität inklusive Kreditlinien. Die Investitionen beliefen sich im Jahr 2025 auf 151 Millionen US-Dollar, vor allem für Modernisierungen und Filialumbauten. Geplant sind für 2026 weitere Investitionen von bis zu 225 Millionen US-Dollar sowie ein Immobilienprogramm mit 55 Neueröffnungen, 25 Schließungen und 70 Umbauten.
Ausblick 2026: Wachstum trotz Margendruck
Für das Geschäftsjahr 2026 stellt Abercrombie ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent in Aussicht. Die operative Marge soll zwischen 12,0 und 12,5 Prozent liegen und damit knapp unter dem Niveau von 2025. Der Gewinn je Aktie wird zwischen 10,20 und 11,00 US-Dollar erwartet. Zudem plant das Unternehmen Aktienrückkäufe im Umfang von rund 450 Millionen US-Dollar.
Die Führung sieht das Unternehmen gut positioniert: Zwei global relevante Marken, eine starke Bilanz und ein skalierbares Betriebsmodell sollen weiteres Wachstum ermöglichen – trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds.


