Der Sportartikelhersteller Adidas hat im dritten Quartal 2026 neue Höchstwerte bei Umsatz und operativem Gewinn erzielt und daraufhin seine Jahresprognose angehoben. Nach vorläufigen Zahlen stiegen die Erlöse um neun Prozent auf 7,25 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 37 Prozent auf erstmals mehr als eine Milliarde Euro innerhalb eines Quartals. Für das Gesamtjahr erwartet Adidas nun einen operativen Gewinn von rund 2,5 Milliarden Euro.
Quartalsumsatz erreicht 7,25 Milliarden Euro
Adidas setzte zwischen Juli und September 2026 insgesamt 7,252 Milliarden Euro um. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von neun Prozent. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Wachstum bei sieben Prozent.
Auch die Profitabilität entwickelte sich deutlich positiv. Die Bruttomarge stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 54,3 Prozent. Das operative Ergebnis erreichte 1,008 Milliarden Euro und lag damit 37 Prozent über dem Vorjahreswert.
Nach Unternehmensangaben handelt es sich sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsergebnis um neue Quartalsrekorde.
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US-Zollerstattung stärkt die Gewinnmarge
Einen wesentlichen Beitrag zur Ergebnisverbesserung leistete eine Rückzahlung zuvor entrichteter US-Zölle. Adidas erhielt im dritten Quartal rund 200 Millionen Euro zurück.
Die Erstattung wirkte sich positiv auf die Bruttomarge aus. Zusätzlich profitierte der Konzern von einem stabilen Geschäft mit regulär bepreisten Produkten. Ungünstige Wechselkursentwicklungen belasteten dagegen die Ergebnisse.
Damit ist ein Teil des Gewinnanstiegs auf einen Sondereffekt zurückzuführen. Adidas verweist zugleich auf die verbesserte operative Entwicklung seines Kerngeschäfts.
Adidas erhöht Jahresprognose um 200 Millionen Euro
Für 2026 erwartet Adidas weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen neun und zehn Prozent. Die höhere Profitabilität führt jedoch zu einer Anhebung der Gewinnprognose.
Das Unternehmen rechnet nun mit einem Betriebsergebnis von rund 2,5 Milliarden Euro. Bislang waren etwa 2,3 Milliarden Euro vorgesehen.
Ohne zusätzliche Investitionen wäre nach Unternehmensangaben sogar ein operatives Ergebnis von ungefähr 2,6 Milliarden Euro erreichbar. Davon entfallen rund 200 Millionen Euro auf die Zollerstattung und etwa 100 Millionen Euro auf eine bessere operative Ertragsentwicklung.
Weitere 100 Millionen Euro für zukünftiges Wachstum
Adidas plant, im vierten Quartal zusätzliche 100 Millionen Euro in strategische Maßnahmen zu investieren. Die Ausgaben sollen die langfristige Effizienz und Profitabilität verbessern.
Im Mittelpunkt stehen die weitere Stärkung der Marke, Produktinnovationen und eine wirtschaftlich nachhaltige Geschäftsentwicklung.
Konzernchef Bjørn Gulden sieht insbesondere in den Bereichen Fußball, Running und Training positive Wachstumsimpulse. Auch neue Bekleidungskollektionen verzeichnen nach Unternehmensangaben eine hohe Nachfrage.
Schwieriges Marktumfeld bei Lifestyle-Schuhen
Trotz der Rekordergebnisse sieht Adidas weiterhin Herausforderungen im Lifestyle-Segment. Vor allem bei Schuhen belasten hohe Lagerbestände und umfangreiche Rabattaktionen im Gesamtmarkt die Geschäftsentwicklung.
Das Unternehmen will deshalb an seiner disziplinierten Preis- und Vertriebsstrategie festhalten, anstatt kurzfristig höhere Umsätze durch zusätzliche Preisnachlässe zu erzielen.
Gulden setzt zudem auf eine stärkere regionale Entscheidungsfreiheit. Lokale Teams sollen Produkte und Marketingmaßnahmen gezielter auf die Bedürfnisse der jeweiligen Märkte abstimmen können.
Endgültige Quartalszahlen folgen am 29. Oktober
Die veröffentlichten Ergebnisse sind vorläufig. Adidas wird seinen vollständigen Finanzbericht für das dritte Quartal am 29. Oktober 2026 vorlegen.
Mit der erhöhten Gewinnprognose unterstreicht der Konzern seine Erwartungen an ein profitables Gesamtjahr. Entscheidend bleibt, wie sich das operative Wachstum ohne einmalige Erstattungseffekte entwickelt und ob sich das schwierige Marktumfeld bei Lifestyle-Schuhen stabilisiert.



