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Geopolitische Risiken steigen, doch Exporterwartungen bleiben robust

Schiff am Dock des Hamburger Hafen
Foto: Wolfgang Weiser / Pexels

Key takeaways

83 Prozent der deutschen Exporteure erwarten 2026 steigende Umsätze – trotz Nahostkonflikt und Handelsstreit. Gleichzeitig nehmen Risiken durch Geopolitik, Lieferkettenprobleme und Zahlungsausfälle zu. Unternehmen reagieren mit Anpassungen ihrer Strategien und setzen verstärkt auf neue Märkte und stabile Partnerschaften.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutschen Exporteure zeigen sich trotz geopolitischer Spannungen und anhaltender Handelskonflikte bemerkenswert widerstandsfähig. Laut aktueller Analyse von Allianz Trade rechnen die meisten Unternehmen weiterhin mit steigenden Exportumsätzen – auch im Umfeld zunehmender Unsicherheiten.

Hohe Zuversicht trotz Nahostkonflikt

Rund 83 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten für 2026 ein Wachstum ihrer Exportgeschäfte. Damit liegt Deutschland über dem globalen Durchschnitt von 75 Prozent. Die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Exporterwartungen bleiben vergleichsweise moderat, auch wenn die allgemeine Unsicherheit zugenommen hat.

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Handelskonflikte belasten stärker

Deutlich kritischer beurteilen deutsche Unternehmen die Folgen des US-Handelskonflikts. Knapp die Hälfte der Befragten rechnet weiterhin mit negativen Auswirkungen im Jahr 2026. Damit zeigen sich deutsche Exporteure skeptischer als viele andere europäische Unternehmen.

Risiken rücken in den Fokus

Geopolitische Spannungen gelten inzwischen als größtes Risiko für Unternehmen weltweit. Auch Lieferkettenprobleme sowie Transport- und Finanzierungsrisiken gewinnen an Bedeutung. In Deutschland erwarten viele Unternehmen zudem eine Verschlechterung der Zahlungsmoral und steigende Zahlungsausfälle.

Anpassungen in Lieferketten und Handel

Die Unternehmen reagieren aktiv auf die veränderten Rahmenbedingungen. Ein Großteil hat bereits Lieferketten und Handelsrouten angepasst. Strategien wie die Diversifizierung von Märkten, der Aufbau von Lagerbeständen und die Suche nach neuen Lieferanten gehören inzwischen zum Standardrepertoire.

„Friendshoring“ gewinnt an Bedeutung

Zunehmend setzen Unternehmen auf sogenannte „befreundete“ Märkte, um Risiken zu reduzieren. Der Ausbau von Geschäftsbeziehungen in stabilen Regionen sowie stärkere lokale Partnerschaften stehen im Fokus. Gleichzeitig werden Investitionsentscheidungen vorsichtiger getroffen, etwa durch die Verzögerung von Produktionsprojekten im Ausland.

Europa und Asien im Fokus

Die Attraktivität der USA als Exportmarkt hat deutlich abgenommen. Stattdessen rücken Europa und Asien stärker in den Mittelpunkt zukünftiger Wachstumsstrategien. Neue Freihandelsabkommen bieten zusätzliche Chancen, auch wenn regulatorische Hürden weiterhin eine Herausforderung darstellen.

Unsicherheit bleibt der neue Normalzustand

Trotz der positiven Erwartungen bleibt der Ausblick fragil. Unternehmen sehen sich mit einer Vielzahl paralleler Krisen konfrontiert, haben jedoch ihre Anpassungsfähigkeit gestärkt. Die Fähigkeit, flexibel auf neue Risiken zu reagieren, wird zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Insgesamt zeigt sich: Die deutsche Exportwirtschaft bleibt robust, auch wenn geopolitische Spannungen und strukturelle Risiken die Rahmenbedingungen nachhaltig verändern.

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