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Allianz Trade Ranking: Deutschland ist Spitze beim Schulden eintreiben

Zwei Personen, die an mehreren Euro-Geldscheinen ziehen
Symbolbild - Foto: Cottonbro Studio / Pexels

Key takeaways

Deutschland erreicht im neuen Inkasso-Ranking von Allianz Trade den Spitzenplatz. Während hiesige Unternehmen auf effiziente Verfahren und zuverlässige Zahlungspartner setzen können, wird die Schuldeneintreibung in Ländern wie Saudi-Arabien oder Mexiko zur Herausforderung. Besonders komplex bleibt das Inkasso in Schwellenländern und neuen Handelszentren wie Vietnam oder den VAE.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Eintreibung offener Rechnungen bleibt für Exporteure weltweit eine Herausforderung – trotz leicht gesunkener Komplexität. Laut dem aktuellen Inkasso-Ranking des Kreditversicherers Allianz Trade liegt der globale Komplexitätswert bei 47,2 von 100 Punkten und damit weiterhin auf hohem Niveau. Deutschland übernimmt 2024 erstmals die Spitzenposition als Land mit der geringsten Inkasso-Komplexität und überholt damit Schweden, das in der Vorjahresausgabe noch vorne lag.

Deutschland überzeugt mit Effizienz und Zuverlässigkeit

In Deutschland profitieren Gläubiger von schnellen gerichtlichen Entscheidungen, einem guten Zahlungsverhalten der Unternehmen und einer hohen Effizienz bei vorgerichtlichen Verhandlungen. Auch die rechtliche Stellung von Gläubigern wird durch Eigentumsvorbehalte gestärkt. Der neue Spitzenplatz im Ranking spiegelt das wider und passt zum Klischee der deutschen Gründlichkeit. Auf den weiteren Plätzen folgen die Niederlande und Portugal.

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Schwierige Bedingungen in Schwellenländern und neuen Handelszentren

Am unteren Ende der Liste befinden sich Länder wie Saudi-Arabien, Mexiko und die Vereinigten Arabischen Emirate. Hier ist das Forderungsmanagement besonders schwierig, nicht selten ziehen sich Inkassoverfahren über Jahre hin – mit ungewissem Ausgang. Bei wichtigen deutschen Handelspartnern wie China, Indien oder der Slowakei bleibt das Inkasso ebenfalls problematisch.

Insgesamt sind laut Allianz Trade etwa 1,1 Billionen US-Dollar (rund 1 Billion Euro) an globalen Handelsforderungen in Ländern mit „sehr hoher“ oder „schwerwiegender“ Komplexität verortet. Das entspricht fast der Hälfte aller grenzüberschreitenden Handelsforderungen weltweit.

Aufstrebende Märkte mit hohem Risiko

Trotz attraktiver wirtschaftlicher Rahmenbedingungen weisen sogenannte „Next Generation Trade Hubs“ wie Vietnam, Malaysia oder die VAE besonders hohe Inkasso-Komplexität auf – mit einem durchschnittlichen Wert von 62 Punkten. Diese Märkte bieten zwar Wachstumspotenzial, erfordern aber ein sorgfältiges Risikomanagement.

Auch wenn der Anteil der Länder mit „schwerwiegender“ Inkasso-Komplexität leicht zurückgegangen ist, bleibt der Prozess global anspruchsvoll. Besonders Insolvenzverfahren und länderspezifische Zahlungsgewohnheiten machen vielen Unternehmen das Leben schwer – insbesondere außerhalb Europas.

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