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USA: Amazon stoppt vorläufig Flugbetrieb mit 21 Air nach Absturz in Miami

Amazon Prime Air Cargo Flugzeug im Himmel
Foto: Forsaken Films / Unsplash

Key takeaways

➟ Amazon setzt die Zusammenarbeit mit dem Frachtflugbetreiber 21 Air nach einem tödlichen Unfall in Miami vorläufig aus. Die Behörden untersuchen weiterhin die Ursache, Flug- und Cockpitdaten wurden bereits gesichert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon setzt die Zusammenarbeit mit der Frachtfluggesellschaft 21 Air vorläufig aus. Hintergrund ist ein tödlicher Unfall mit einem von 21 Air betriebenen Amazon-Air-Frachtflugzeug am Miami International Airport.

Nach Angaben des Unternehmens wurde die Entscheidung nach einer ersten Prüfung der Umstände getroffen. Amazon will die laufenden Untersuchungen der Behörden weiterhin unterstützen und zugleich den Betroffenen des Unglücks Hilfe leisten.

Unfall ereignete sich nach Flug aus Puerto Rico

Das Frachtflugzeug war auf dem Weg von San Juan in Puerto Rico nach Miami und verunglückte am 5. September am Miami International Airport. Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB schoss die Maschine nach der Landung rund 1.300 Fuß über die Start- und Landebahn hinaus. Dabei traf das Flugzeug Fahrzeuge innerhalb und außerhalb des Flughafengeländes.

Mindestens fünf Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Die gemeldeten Todesopfer befanden sich laut Medienberichten in zwei Fahrzeugen, mit denen das Flugzeug kollidierte.

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Amazon setzt Betrieb mit 21 Air aus

Amazon erklärte am 14. September, die Sicherheit habe sowohl im eigenen Betrieb als auch bei der Zusammenarbeit mit Partnern höchste Priorität. Nach dem Unfall habe das Unternehmen die bisherigen Erkenntnisse geprüft und entschieden, den Betrieb mit 21 Air vorläufig zu pausieren. Wie lange die Aussetzung dauern soll, wurde nicht mitgeteilt.

21 Air ist ein eigenständiger Frachtflugbetreiber und führt in den USA Transporte für verschiedene Logistikkunden durch. Neben Amazon zählt auch DHL zu den Unternehmen, für die die Gesellschaft Frachtflüge übernimmt.

Ermittler sichern Flugschreiber

Die Ursache des Unfalls ist bislang nicht geklärt. Das NTSB hat sowohl den Flugdatenschreiber als auch den Cockpit-Stimmenrekorder der Maschine geborgen.

Die Ermittler kündigten an, mindestens eine Woche am Unfallort tätig zu sein. Eine abschließende Einschätzung zur wahrscheinlichen Unfallursache soll während dieser ersten Untersuchungsphase noch nicht veröffentlicht werden.

Auch die US-Luftfahrtbehörde FAA und lokale Behörden sind in die Aufarbeitung eingebunden.

21 Air sagt vollständige Kooperation zu

21 Air erklärte, vollständig mit dem NTSB, der FAA und den zuständigen lokalen Stellen zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen hat zudem eine Unterstützungshotline eingerichtet, über die Familien von Besatzungsmitgliedern und weiteren Beteiligten Informationen erhalten können.

Für Amazon bedeutet die vorläufige Trennung von 21 Air zunächst eine Anpassung seines Luftfrachtnetzwerks. Ob und unter welchen Bedingungen die Zusammenarbeit wieder aufgenommen wird, dürfte wesentlich vom weiteren Verlauf der Untersuchung abhängen.

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