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Amazon und Partner gründen „The Climate Pledge Fashion Coalition“

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Foto: The Climate Pledge

Key takeaways

➟ Amazon, Stella McCartney und Canopy starten eine neue Fashion Coalition. Mehr als 60 Unternehmen sollen Nachfrage bündeln, Investitionen erleichtern und nachhaltigere Materialien sowie Produktionsverfahren schneller in den Massenmarkt bringen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon hat gemeinsam mit Stella McCartney und Canopy die neue Climate Pledge Fashion Coalition gestartet. Die branchenübergreifende Initiative soll nachhaltigere Materialien und Produktionsverfahren in der Modeindustrie schneller in den kommerziellen Maßstab bringen. Unterstützt wird das Bündnis bei der Koordination vom World Economic Forum.

Mehr als 60 Marken, Hersteller, Händler und Technologieanbieter aus dem Umfeld des Climate Pledge sollen beteiligt sein. Ziel ist es, Nachfrage zu bündeln, Investitionen zu erleichtern und Lösungen mit geringeren Umweltauswirkungen schneller entlang der Lieferketten zu verbreiten.

Fokus liegt auf Materialien und Produktionsprozessen

Die Coalition setzt nicht erst bei Recycling oder Entsorgung an, sondern bereits früher im Produktlebenszyklus. Gefördert werden sollen unter anderem recycelte und neuartige Fasern aus Reststoffen sowie Fertigungsverfahren, die weniger Wasser, Chemikalien und Emissionen verursachen.

Hintergrund ist der hohe Ressourcenverbrauch der Modeindustrie. Amazon verweist auf Schätzungen, wonach die Branche zwei bis acht Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verursacht, jährlich rund 79 Billionen Liter Wasser verbraucht und mehr als 92 Millionen Tonnen Textilabfälle produziert.

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Gemeinsame Nachfrage soll Investitionen auslösen

Ein zentraler Hebel ist die Bündelung der Nachfrage mehrerer Unternehmen. Wenn Hersteller und Materialentwickler längerfristig mit verlässlichen Abnahmemengen planen können, sollen Investitionen in neue Produktionskapazitäten leichter finanzierbar werden.

Gemeinsam mit dem World Economic Forum arbeitet die Coalition zudem an Finanzierungsmodellen, die privates Kapital mit Instrumenten zur Risikoreduzierung verbinden. Dadurch sollen neue Materialien schneller vom Pilotprojekt in die industrielle Produktion gelangen.

Werkzeugbibliothek bündelt mehr als 100 Lösungen

Mit der Fashion Coalition Lever Library stellt die Initiative ein Instrument bereit, das Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen unterstützen soll. Die Bibliothek umfasst mehr als 100 etablierte und neue Lösungen sowie Empfehlungen für unterschiedliche Fasertypen.

Zusätzlich greift die Coalition auf die Canopy-Initiative Next Gen Now zurück. Darüber sollen Unternehmen mit Anbietern von Fasern und Technologien verbunden werden, die bereits für eine breitere kommerzielle Nutzung geeignet sind.

Mehr als 60 Unternehmen beteiligen sich

Zu den beteiligten Climate-Pledge-Unternehmen gehören laut Amazon unter anderem Anna Sui, Brooks Running, Selfridges, Vestiaire Collective, Circ und unspun. Das Bündnis soll dabei unterschiedliche Bereiche der Wertschöpfungskette zusammenbringen, statt einzelne Marken isoliert handeln zu lassen.

Die Initiative knüpft an den 2019 von Amazon und Global Optimism gestarteten Climate Pledge an. Dieser umfasst inzwischen mehr als 700 Unterzeichner aus über 60 Branchen und verfolgt das Ziel, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Größere Stückzahlen sollen Kosten senken

Langfristig soll die Coalition dazu beitragen, nachhaltigere Materialien aus der Premium-Nische zu holen. Viele Alternativen sind derzeit teurer, weil Produktionsvolumen und Nachfrage noch vergleichsweise gering ausfallen.

Durch größere Abnahmemengen und neue Finanzierungsmodelle sollen Hersteller ihre Kapazitäten ausbauen und Kosten senken können. Das Ziel ist, nachhaltigere Materialien und Verfahren schrittweise zum Standard zu machen und damit auch für günstigere Marktsegmente zugänglich zu werden.

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