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USA: Amazon erhöht Logistik-Einstiegslöhne auf 20 Dollar

Amazon Kurier und ein Amazon Paket in der Zustellung
Foto: Amazon

Key takeaways

➟ Amazon erhöht die Vergütung seiner US-Logistikmitarbeiter und erweitert zugleich das Leistungspaket. Neben höheren Stundenlöhnen führt der Konzern Lebensmittelrabatte sowie ein dauerhaft nutzbares Finanzangebot.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon erhöht erneut die Vergütung seiner US-Logistikmitarbeiter. Der Mindest-Einstiegslohn für Vollzeitkräfte in den sogenannten Core Operations steigt landesweit auf 20 Dollar pro Stunde, der durchschnittliche Stundenlohn auf knapp 24 Dollar.

Unter Einbeziehung von Krankenversicherung, Altersvorsorge und weiteren Zusatzleistungen beziffert Amazon die durchschnittliche Gesamtvergütung auf mehr als 32 Dollar pro Stunde. Insgesamt investiert der Konzern nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Milliarden Dollar zusätzlich in die Bezahlung seiner operativen US-Belegschaft.

Löhne steigen seit mehreren Jahren

Die aktuelle Anpassung setzt eine Reihe von Lohnerhöhungen fort. 2024 lag der durchschnittliche Basislohn in Fulfillment und Transport laut Amazon bei mehr als 22 Dollar je Stunde, 2025 stieg er auf mehr als 23 Dollar.

Innerhalb von drei Jahren erhöhte sich der Mindest-Einstiegslohn nach Unternehmensangaben um mehr als 17 Prozent. Für Amazon sind wettbewerbsfähige Stundenlöhne vor allem in Logistikzentren, Sortieranlagen und im Transportnetz wichtig, um Beschäftigte zu gewinnen und langfristig zu halten.

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Lebensmittelrabatte sollen Beschäftigte entlasten

Ab dem 1. Oktober 2026 erhalten Amazon-Mitarbeiter in den USA einen unbegrenzten Rabatt von zehn Prozent auf berechtigte Lebensmittel und Alltagsprodukte bei Amazon.com und im Onlineangebot von Whole Foods Market.

In stationären Whole-Foods-Märkten steigt der Nachlass auf 20 Prozent. Die Vergünstigungen können nach Angaben des Konzerns teilweise mit bestehenden Prime-Vorteilen kombiniert werden und verbinden damit die Personalstrategie stärker mit Amazons eigenem Handelsökosystem.

Neues Finanzangebot bleibt auch nach Austritt nutzbar

Mit „Day 1 Financial“ erweitert Amazon das Leistungspaket um ein Finanzangebot für berechtigte Beschäftigte und deren Familien. Über die First Tech Federal Credit Union sollen Giro- und Sparkonten ohne monatliche Kontoführungs- und Überziehungsgebühren verfügbar sein.

Die Mitgliedschaft kann auch nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen bestehen bleiben. Das Programm soll Ende 2026 schrittweise starten und 2027 breiter ausgerollt werden; Amazon selbst übernimmt dabei nicht die Rolle des Finanzdienstleisters.

Zusatzleistungen werden wichtiger im Wettbewerb

Neben den neuen Programmen verweist Amazon auf bestehende Leistungen wie Krankenversicherung, 401(k)-Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss, bezahlte Elternzeit, Prime-Mitgliedschaft und Weiterbildungsangebote. Über „Career Choice“ können berechtigte Mitarbeiter jährlich bis zu 5.250 Dollar für Bildungsprogramme nutzen.

Mit weltweit rund 1,576 Millionen Voll- und Teilzeitbeschäftigten Ende 2025 und mehr als einer Million Mitarbeitern in den USA haben selbst kleinere Vergütungsanpassungen erhebliche finanzielle Auswirkungen. Die aktuelle Lohnrunde zeigt, dass Amazon direkte Lohnerhöhungen zunehmend mit Leistungen kombiniert, die Beschäftigte im Alltag unmittelbar entlasten sollen.

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