Amazon bringt eine neue Generation des Fire TV Stick 4K auf den Markt und setzt dabei erstmals beim regulären 4K-Modell konsequent auf Vega OS. Der Streaming-Stick, der bereits auch in Deutschland erhältlich ist, soll schneller reagieren, kompakter ausfallen und sich direkt über kompatible Fernseher mit Strom versorgen lassen. Gleichzeitig überarbeitet Amazon die Fernbedienung und vereinfacht sein Geräteportfolio.
Vega OS rückt ins Zentrum der Fire-TV-Strategie
Technisch besonders relevant ist der Wechsel auf Vega OS 2.0. Während frühere Fire-TV-Geräte auf dem Android-basierten Fire OS liefen, etabliert Amazon mit Vega eine stärker kontrollierte eigene Plattform für neue Streaming-Hardware.
Der Schritt folgt auf den Fire TV Stick 4K Select von 2025 und den 2026 erneuerten Fire TV Stick HD. Laut Amazon sind seit Einführung der ersten Vega-Geräte mehr als 2.000 zusätzliche Apps hinzugekommen, darunter Spotify, Xbox und VLC sowie große Streamingdienste wie Netflix, Disney+ und YouTube.
Amazon unaufhaltsam
Amazon verspricht deutlich schnellere Bedienung
Nach unternehmenseigenen Vergleichstests soll der neue Fire TV Stick 4K vom Einschalten bis zur Wiedergabe von Inhalten rund 20 bis 40 Prozent schneller sein als ein vergleichbares Konkurrenzgerät. Apps sollen mehr als 35 Prozent schneller starten, Videos knapp 20 Prozent schneller wiedergegeben werden.
Welches Konkurrenzmodell Amazon für diesen Vergleich verwendet hat, nennt das Unternehmen jedoch nicht. Unabhängige Tests müssen daher zeigen, wie groß der Leistungsvorteil im Alltag tatsächlich ausfällt.
4K, Wi-Fi 6 und Stromversorgung über den Fernseher
Zur Ausstattung gehören ein Quad-Core-Prozessor mit bis zu 1,7 GHz, 8 GB Speicher sowie Wi-Fi 6, Bluetooth 5.3 und Bluetooth Low Energy. Unterstützt werden 4K-Wiedergabe mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde sowie HDR10, HDR10+ und HLG.
Neu ist zudem das sogenannte Direct-Power-Konzept. Bei kompatiblen Fernsehern kann der Stick direkt über deren USB-Anschluss mit Strom versorgt werden, wodurch ein separates Netzteil entfallen kann. Das Gehäuse fällt ebenfalls schlanker aus als zuvor.
Neue Fernbedienung setzt auf taktile Bedienung
Amazon gestaltet auch die Fire-TV-Fernbedienung neu. Eine asymmetrische Form, unterschiedlich gestaltete Tasten und eine gewichtete Unterseite sollen dafür sorgen, dass sich wichtige Funktionen auch ohne Hinsehen leichter ertasten lassen.
Zusätzlich erhält die Standardfernbedienung eine programmierbare Sterntaste, über die sich beispielsweise Apps, Untertitel oder Bedienungshilfen direkt aufrufen lassen. Anfang 2027 soll mit der Fire TV Remote Plus zudem eine höherwertige Version mit Aluminiumgehäuse, beleuchteten Tasten und Suchfunktion folgen.
Amazon vereinfacht das Fire-TV-Portfolio
Künftig konzentriert Amazon sein Stick-Angebot stärker auf drei Produktstufen. Der Fire TV Stick HD dient als Einstieg, darüber positioniert sich der neue Fire TV Stick 4K, während der Fire TV Stick 4K Max das leistungsstärkere Modell bleibt.
Der neue Fire TV Stick 4K kostet regulär 59,99 Dollar bzw. 54,99 Euro und wird zum Start aktuell für 21,99 Euro angeboten.




