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USA: Amazon führt Treibstoffzuschlag für Händler wegen steigender Ölpreise ein

Amazon Logo auf einem Smartphone vor einem Tor
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Amazon führt ab April in den USA einen 3,5-Prozent-Zuschlag auf Fulfillment-Gebühren ein. Grund sind steigende Energie- und Logistikkosten infolge geopolitischer Spannungen. Millionen US-Händler sind betroffen, da viele den FBA-Service nutzen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon reagiert auf die stark gestiegenen Energie- und Logistikkosten infolge geopolitischer Spannungen und führt einen temporären Zuschlag für Händler ein. Betroffen sind vor allem Drittanbieter, die die Logistikservices des Unternehmens nutzen.

3,5 Prozent Zuschlag ab Mitte April

Wie CNBC unter Berufung auf Mitteilungen an Seller berichtet, erhebt Amazon ab dem 17. April einen zusätzlichen Aufschlag von 3,5 Prozent auf seine Fulfillment-Gebühren. Dieser gilt für Händler in den USA und Kanada, die den Logistikservice „Fulfillment by Amazon“ (FBA) nutzen. Der Zuschlag wird dabei nicht auf den Verkaufspreis der Produkte, sondern auf die Versand- und Abwicklungskosten berechnet.

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Steigende Energiepreise als Auslöser

Hintergrund der Maßnahme ist der anhaltende Anstieg der Ölpreise im Zuge des Konflikts im Nahen Osten. Insbesondere die Unsicherheit rund um wichtige Transportwege hat die Kosten für Treibstoff und Logistik deutlich erhöht. Amazon hatte die Mehrkosten bislang selbst getragen, sieht sich nun jedoch gezwungen, einen Teil davon weiterzugeben.

Moderater Aufschlag im Branchenvergleich

Nach Angaben des Unternehmens fällt der Zuschlag im Vergleich zu anderen Logistikdienstleistern moderat aus. Große Anbieter wie UPS und FedEx haben bereits ähnliche oder höhere Aufschläge eingeführt. Auch staatliche Postdienste reagieren mit entsprechenden Maßnahmen auf die gestiegenen Transportkosten.

Auswirkungen auf Händler und Preise

Für Händler bedeutet der Zuschlag im Durchschnitt Mehrkosten von rund 17 Cent pro versendeter Einheit, wobei die tatsächliche Höhe je nach Produktgröße und Versandanforderungen variiert. Da ein Großteil der Verkäufer den FBA-Service nutzt, dürfte die Maßnahme breite Auswirkungen auf den Marktplatz haben.

Marktplatz mit Millionen Anbietern betroffen

Amazon zählt weltweit rund zwei Millionen aktive Drittanbieter. Für viele von ihnen ist FBA ein zentraler Bestandteil ihres Geschäftsmodells. Die zusätzlichen Kosten könnten daher mittelfristig auch Auswirkungen auf Produktpreise und Margen haben.

Temporäre Maßnahme mit offenem Ausgang

Amazon betont, dass es sich um einen vorübergehenden Zuschlag handelt. Wie lange dieser bestehen bleibt, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Energiepreise und der geopolitischen Lage ab. Klar ist jedoch: Steigende Logistikkosten werden zunehmend zu einem entscheidenden Faktor im globalen E-Commerce.

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