Amazon hat sein erstes US-Katastrophenlager für Waldbrände im kalifornischen San Bernardino Valley deutlich ausgebaut. Nachdem die verheerenden Brände 2025 große Teile von Los Angeles und Südkalifornien verwüsteten, hat das Unternehmen die Zahl der gelagerten Spezialartikel verdreifacht. Insgesamt lagern dort nun laut Amazon rund 20.000 speziell auf Waldbrände ausgerichtete Produkte – darunter Atemschutzmasken, Luftfilter, feuerfeste Gummistiefel, Handschuhe, Erste-Hilfe-Kits und Hydrationseinheiten. Hinzu kommen etwa 200.000 allgemeine Hilfsgüter wie Hygieneartikel, medizinisches Equipment und Lebensmittel.
Schnelle Hilfe durch strategische Lagerung
Ziel der Ausweitung ist eine verkürzte Reaktionszeit im Katastrophenfall. Durch die Vorab-Lagerung („Prepositioning“) können Hilfsgüter innerhalb weniger Stunden an Hilfsorganisationen ausgeliefert werden – ein klarer Vorteil gegenüber früheren, tage- oder wochenlangen Lieferzeiten. „Waldbrände warten nicht – und Hilfslieferungen dürfen das auch nicht“, erklärt Abe Diaz, Leiter der Katastrophenhilfe bei Amazon. Die Nähe des Lagers zu besonders gefährdeten Regionen ermögliche es, Organisationen wie dem Roten Kreuz oder COPE Preparedness schnell und gezielt zu versorgen.
Amazon unaufhaltsam
Technologischer Support und globale Vernetzung
Amazon nutzte für den Ausbau Erkenntnisse aus dem Vorjahr und setzt zusätzlich auf Technologien wie Drohnen, Cloud-Dienste und Luftbildüberwachung. Diese helfen Partnerorganisationen, Brandherde zu lokalisieren und effektiver zu koordinieren. Allein während der L.A.-Brände 2025 spendete Amazon Güter im Wert von 10 Millionen US-Dollar (rund 9 Mio. €), lieferte über 500.000 Artikel an 29 Organisationen und unterstützte mit technischer Infrastruktur. Auch internationale Einsätze – etwa in Alaska, Chile und Kolumbien – wurden vom Netzwerk der mittlerweile 15 weltweiten Katastrophenlager gestützt. Seit 2017 hat Amazon nach eigenen Angaben über 26 Millionen Hilfsgüter bei mehr als 200 Katastrophen verteilt.
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf Prognosen der Vereinten Nationen, wonach extreme Waldbrände bis 2030 um 14 Prozent zunehmen könnten. Durch die Stärkung seiner logistischen Kapazitäten will Amazon künftig noch schneller auf Naturkatastrophen reagieren können – nicht nur in Kalifornien, sondern auch international.


