Der US-Zahlungsanbieter American Express hat im zweiten Quartal 2026 ein starkes Wachstum bei Umsatz und Ergebnis erzielt und hebt vor diesem Hintergrund seine Jahresprognose an. Die Erlöse stiegen um 10 Prozent auf 19,6 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn je Aktie um 11 Prozent auf 4,53 US-Dollar zulegte. Treiber der Entwicklung war vor allem eine anhaltend hohe Ausgabebereitschaft der Kartenkunden.
Kundenausgaben treiben Wachstum
Das über Kreditkarten abgewickelte Geschäftsvolumen legte im zweiten Quartal um 9 Prozent zu und erreichte 455,8 Milliarden US-Dollar. Besonders stark entwickelte sich damit die Nachfrage nach Premium-Produkten und Dienstleistungen, die für das Geschäftsmodell von American Express zentral sind.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ergebnis wächst zweistellig
Der Nettogewinn stieg auf 3,1 Milliarden US-Dollar und lag damit über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig erhöhte sich das Vorsteuerergebnis um 15 Prozent. Die positive Entwicklung wurde neben höheren Umsätzen auch durch eine verbesserte Kreditqualität unterstützt, da Rückstellungen für Kreditausfälle im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen.
Kosten steigen durch Investitionen
Parallel zum Wachstum erhöhte American Express seine Ausgaben um 12 Prozent auf 14,5 Milliarden US-Dollar. Grund dafür sind vor allem höhere Kosten für Kundenprogramme, neue Leistungen sowie Investitionen in Produktangebote und digitale Services. Auch die Nutzung bestehender Vorteile durch Kartenkunden nahm weiter zu.
Strategische Initiativen und Partnerschaften
Im Quartal setzte das Unternehmen mehrere strategische Maßnahmen um. Dazu zählen die geplante Übernahme der Restaurantplattform TheFork, neue Partnerschaften im Reise- und Zahlungsbereich sowie die Integration von Bonuspunkten in Apple Pay. Zudem wurde eine neue Plattform für Geschäftskunden getestet, um das Angebot im Firmenkundensegment auszubauen.
Prognose für Gesamtjahr angehoben
Auf Basis der starken Entwicklung im ersten Halbjahr hebt American Express seine Umsatzprognose für 2026 an und erwartet nun ein Wachstum von rund 10 Prozent. Beim Gewinn je Aktie hält das Unternehmen an seiner Prognose von 17,30 bis 17,90 US-Dollar fest. Das Management sieht weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial, insbesondere durch neue Kundengruppen wie Millennials und die Generation Z.




