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Apple plant offenbar großen Smart-Home-Vorstoß mit LG als Hardwarepartner

Eingang des Apple Store in New York City
Foto: Redcharlie / Unsplash

Key takeaways

➟ Apple will sein Smart-Home-Angebot deutlich ausbauen und setzt dabei Berichten nach auf LG als Hardwarepartner. Geplant seien unter anderem Kameras, Türschlösser und Thermostate mit tiefer Apple-Integration.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Apple bereitet Medienberichten nach offenbar einen deutlich größeren Einstieg in den Smart-Home-Markt vor. Gemeinsam mit LG Electronics sollen laut Bloomberg mehrere vernetzte Geräte entwickelt werden, darunter eine Videotürklingel, ein intelligentes Türschloss, ein Thermostat, Temperatursensoren sowie verschiedene Sicherheitskameras. Bemerkenswert ist dabei das geplante Geschäftsmodell: Die Produkte sollen voraussichtlich unter der Marke LG verkauft werden, während Apple an Entwicklung, Funktionen und Integration beteiligt ist.

LG übernimmt Hardware und Support

Nach den vorliegenden Informationen soll LG Fertigung und Produktsupport übernehmen. Apple könnte damit sein Smart-Home-Angebot deutlich schneller verbreitern, ohne jede Produktkategorie selbst unter eigener Marke aufbauen zu müssen.

Für Apple wäre das eine Zwischenform zwischen klassischer HomeKit-Partnerschaft und eigener Hardware. Der Konzern könnte stärker auf Design, technische Funktionen und die Einbindung in das eigene Ökosystem Einfluss nehmen, während LG Produktion und Vermarktung übernimmt. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren zusammen, unter anderem bei Displays und früher bei speziell auf Macs abgestimmten UltraFine-Monitoren.

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Zulassungen deuten auf konkretes Produktportfolio hin

Hinweise auf den Umfang der geplanten Geräte liefern regulatorische Unterlagen von LG. Dort tauchen unter anderem Bezeichnungen wie „LG Video Doorbell Wired“, „LG Floodlight Cam“, „LG Outdoor Cam Plug-In“, „LG Indoor Cam Plug-In“, „LG Smart Deadbolt Lock“, „LG Smart Thermostat“ und „LG Temperature Sensor“ auf. Apples Beteiligung wird in den Unterlagen allerdings nicht genannt.

Mehrere Geräte sollen moderne Standards wie WLAN, Bluetooth, Thread und Matter unterstützen. Das geplante Türschloss könnte zusätzlich Ultra-Wideband-Technologie einsetzen. Damit wären Funktionen denkbar, bei denen ein Schloss die Annäherung eines autorisierten Nutzers erkennt und sich in Verbindung mit iPhone oder Apple Watch automatisch öffnet.

Neuer Hub soll zentrale Rolle übernehmen

Entscheidend für Apples Smart-Home-Offensive dürfte ein neuer Hub werden, dessen Vorstellung laut den vorliegenden Berichten für den 13. Oktober erwartet wird. Das Gerät soll über ein etwa sechs Zoll großes quadratisches Display verfügen und sowohl auf einer Oberfläche stehen als auch an einer Wand montiert werden können.

Der Hub könnte zur zentralen Bedienoberfläche für das vernetzte Zuhause werden und damit eine Lücke im bisherigen Apple-Portfolio schließen. Zwar verfügt das Unternehmen bereits über Home, HomeKit, HomePod und Apple TV, bislang fehlt jedoch ein dediziertes visuelles Kontrollzentrum, wie es Amazon und Google seit Jahren anbieten.

Apple rückt näher an Ring und Nest

Mit Kameras, Videotürklingeln, Türschlössern und Thermostaten würde Apple unmittelbar in Bereiche vordringen, die bislang stark von Amazon Ring, Google Nest und spezialisierten Smart-Home-Anbietern geprägt werden.

Ein wichtiger Vorteil könnte Apples bestehende Gerätebasis sein. Funktionen könnten enger mit iPhone, Apple Watch, HomePod, Apple TV und weiteren Geräten zusammenspielen. Gleichzeitig senken Matter und Thread technische Hürden und erleichtern die Einbindung von Produkten verschiedener Hersteller. Der Wettbewerb verlagert sich dadurch stärker auf Bedienkomfort, Automatisierung, Datenschutz und die Qualität des jeweiligen Ökosystems.

Auch LG stärkt seine Smart-Home-Strategie

Für LG ist die Kooperation ebenfalls strategisch interessant. Der Konzern baut sein Geschäft mit vernetzten Haushaltsgeräten, Plattformen und Dienstleistungen seit Jahren aus und übernahm 2024 eine Mehrheitsbeteiligung am niederländischen Smart-Home-Anbieter Athom, dem Unternehmen hinter Homey.

Die gemeinsam entwickelten Geräte dürften allerdings nicht zeitgleich mit Apples eigener Smart-Home-Hardware verfügbar werden. Nach den vorliegenden Informationen könnten sie erst einige Monate später auf den Markt kommen. Preise und internationale Verfügbarkeit sind noch offen. Insbesondere in Europa könnten regionale Unterschiede bei Türschlössern, Thermostaten und Installationsstandards eine Rolle spielen.

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