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HDE: Nachwuchssorgen im Handel trotz hoher Ausbildungsnachfrage

Mitarbeiterin im Einzelhandel in einer Lagerhalle
Foto: Tung Lam / Pixabay

Key takeaways

Im Handel steigt die Zahl der Ausbildungsangebote deutlich, besonders für Verkäufer und Einzelhandelskaufleute. Doch geeignete Bewerber werden seltener, wie der HDE mit Blick auf aktuelle BA-Zahlen warnt. Auch bei anspruchsvolleren Programmen wie dem Handelsfachwirt besteht weiter großer Bedarf.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen im Handel steigt, gleichzeitig klagen Unternehmen über sinkende Qualität der Bewerbungen. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt sich für das Ausbildungsjahr 2024/2025 eine angespannte Gemengelage. Zwar ist das Interesse an einer Ausbildung stabil – doch geeignete Kandidaten bleiben Mangelware.

Zum 30. September 2025 wurden bundesweit 494.109 Ausbildungsstellen gemeldet, ein Rückgang von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber steht ein Anstieg bei den Bewerbungen um drei Prozent auf insgesamt 444.335. Gründe dafür sieht man in der gestiegenen Zahl von Schulabgängern mit mittlerem Abschluss. Dennoch konnten zum Ende Oktober 54.385 Stellen nicht besetzt werden. Auf 100 offene Stellen kommen aktuell nur 73 Bewerber.

Einzelhandel mit überdurchschnittlicher Ausbildungsdynamik

Besonders im Einzelhandel zeigt sich die Entwicklung gegenläufig zum allgemeinen Trend: Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ist deutlich gestiegen. Für Verkäufer wurden 33.930 Stellen gemeldet – ein Plus von 23 Prozent. Bei den Einzelhandelskaufleuten wuchs das Angebot um 16,6 Prozent auf 45.507 Plätze. Laut Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), belegt dies den besonderen Stellenwert der Ausbildung im Handel: „Das sind außerordentliche Zahlen, die den Handel von anderen Branchen abheben, in denen Ausbildungsangebote zurückgehen.“

Die beiden Berufe belegen nicht nur regelmäßig die Spitzenplätze im Ranking der am häufigsten angebotenen Ausbildungsstellen, sondern auch in der Liste der beliebtesten Ausbildungsberufe: Verkäufer landen auf Platz 3, Einzelhandelskaufleute auf Rang 5.

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Qualität der Bewerbungen bereitet Sorgen

Während die Zahl der Bewerbungen für Ausbildungsstellen insgesamt positiv bewertet wird, nimmt laut HDE die Qualität der Bewerbungen spürbar ab. Immer häufiger erschwert die unzureichende Eignung der Bewerber die Besetzung offener Stellen. Themen wie Ausbildungsstartkompetenz und grundlegende Eignung rücken laut Genth daher verstärkt in den Fokus der Personalverantwortlichen.

Handelsfachwirt gewinnt an Bedeutung

Auch anspruchsvollere Ausbildungsgänge wie das Abiturientenprogramm zum Handelsfachwirt sind im Handel zunehmend gefragt. Zwar ging die Zahl der angebotenen Stellen minimal auf 16.184 zurück, doch in der BA-Rangliste verbesserte sich der Beruf auf Platz 4. Dies zeige, so Genth, den Bedarf an gezielt ausgebildeten Führungskräften im Handel – auch wenn die Bewerberzahlen hier noch nicht mithalten können.

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