ANZEIGE

ANZEIGE

Ausländische Investitionen in Deutschland auf Tiefstand seit 2009

Deutschland Flagge inmitten vieler Euro Geldscheine
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Während Investitionen in ganz Europa rückläufig sind, verliert Deutschland besonders stark an Attraktivität. Hohe Kosten, Bürokratie und fehlende Reformen bremsen den Standort – gleichzeitig investieren auch deutsche Unternehmen deutlich zurückhaltender.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Deutschland verliert zunehmend an Attraktivität für ausländische Investoren. Eine aktuelle Analyse von EY zeigt, dass die Zahl neuer Investitionsprojekte erneut deutlich gesunken ist und sich damit ein langjähriger Negativtrend weiter verstärkt.

Deutlicher Rückgang bei Investitionsprojekten

Im Jahr 2025 sank die Zahl ausländischer Investitionsprojekte in Deutschland um zehn Prozent auf nur noch 548 Vorhaben. Damit wurde der niedrigste Stand seit 2009 erreicht. Besonders kritisch: Es handelt sich bereits um den achten Rückgang in Folge. Seit dem Höchststand im Jahr 2017 hat sich die Zahl der Projekte insgesamt mehr als halbiert.

Auch europaweit zeigt sich eine rückläufige Entwicklung. Die Zahl der Investitionsprojekte ging um sieben Prozent zurück. Dennoch fällt der Rückgang in Deutschland im Vergleich zu anderen großen Standorten besonders stark aus.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Deutschland verliert im europäischen Wettbewerb

Im europäischen Standortvergleich liegt Deutschland weiterhin hinter Frankreich und Großbritannien. Während auch diese Länder Rückgänge verzeichnen, entwickeln sich andere Märkte dynamischer: Spanien und die Türkei konnten ihre Investitionszahlen zuletzt steigern.

Als wichtigste Investoren bleiben US-Unternehmen dominierend. In Deutschland stieg die Zahl der US-Investitionen sogar leicht an, während chinesische Aktivitäten rückläufig waren. Damit haben US-Konzerne ihre Spitzenposition zurückerobert.

Strukturelle Probleme bremsen Investitionen

Experten sehen die Ursachen vor allem in strukturellen Herausforderungen des Standorts. Hohe Steuerbelastung, steigende Arbeitskosten, teure Energie und bürokratische Hürden gelten als zentrale Hemmnisse. Gleichzeitig wird Deutschland eine mangelnde Reformdynamik attestiert, während andere Länder ihre Rahmenbedingungen gezielt verbessert haben.

Diese Faktoren haben das internationale Image des Standorts nachhaltig geschwächt. Deutschland verliert damit nicht nur kurzfristig Investitionen, sondern auch langfristig an Wettbewerbsfähigkeit.

Rückgang auch bei deutschen Auslandsinvestitionen

Nicht nur ausländische Investitionen gehen zurück – auch deutsche Unternehmen investieren deutlich weniger im Ausland. Die Zahl entsprechender Projekte sank um 24 Prozent und markiert damit den stärksten Einbruch seit Beginn der Erhebung.

Grund dafür ist vor allem der steigende Kostendruck, der viele Unternehmen dazu zwingt, Investitionen zu verschieben oder zu reduzieren. Dies gefährdet langfristig die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.

Verteidigungssektor entwickelt sich dynamisch

Ein gegenläufiger Trend zeigt sich im Verteidigungssektor. Hier stieg die Zahl der Investitionsprojekte europaweit deutlich an. Auch Deutschland verzeichnete ein Plus, bleibt im europäischen Vergleich jedoch im Mittelfeld.

Besonders stark engagieren sich in diesem Bereich US-Unternehmen. Gleichzeitig bauen auch deutsche Firmen ihre Investitionen im Ausland aus und zählen zu den wichtigsten Akteuren in diesem Segment.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored