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Zahlungsverzüge entwickeln sich je nach Branche sehr unterschiedlich

Mehrere Euroscheine bei einer Geldübergabe bei einer Bank
Foto: Pixabay

Key takeaways

Aktuelle Daten von CRIF zeigen deutliche Unterschiede beim Zahlungsverhalten deutscher Unternehmen. Während sich das Gesundheitswesen verbessert, weist das Gastgewerbe weiterhin die längsten Zahlungsverzüge auf.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der aktuelle B2B Payment Monitor von CRIF zeigt, dass sich das Zahlungsverhalten deutscher Unternehmen im Juli 2026 je nach Branche und Region sehr unterschiedlich entwickelt hat. Während einzelne Wirtschaftszweige ihre Zahlungsdisziplin deutlich verbessern konnten, verschlechterte sich die Situation in anderen Bereichen erheblich. Die Auswertung liefert Unternehmen wichtige Hinweise für das Kredit- und Risikomanagement sowie die Einschätzung potenzieller Geschäftspartner.

Gesundheitswesen verbessert sich deutlich

Den stärksten Rückgang der Zahlungsverzüge verzeichnete im Juli das Gesundheits- und Sozialwesen. Dort sanken die Verzugswerte gegenüber dem Vormonat um 13,2 Prozent und entwickelten sich damit besser als in allen anderen untersuchten Branchen.

Die deutlichste Verschlechterung registrierte CRIF dagegen in der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung. Hier stiegen die Zahlungsverzüge um 106 Prozent und fielen damit erheblich höher aus als im Vormonat.

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Große Unterschiede bei den Zahlungsfristen

Auch bei den durchschnittlichen Verzugszeiten zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den Branchen. Den niedrigsten Wert erreichte der Bereich Erziehung und Unterricht mit durchschnittlich acht Tagen Zahlungsverzug.

Am anderen Ende der Skala liegt das Gastgewerbe. Unternehmen dieser Branche zahlten ihre Rechnungen im Durchschnitt erst nach 37 Tagen und wiesen damit die längsten Verzugszeiten aller untersuchten Wirtschaftszweige auf.

Regionale Unterschiede bleiben deutlich

Neben den Branchen betrachtet der B2B Payment Monitor auch regionale Entwicklungen. Die längsten durchschnittlichen Zahlungsverzüge wurden im Juli in Berlin mit 32 Tagen erfasst. Es folgen Bremen mit 27 Tagen sowie Niedersachsen mit durchschnittlich 25 Tagen.

Die kürzesten Verzugszeiten verzeichneten dagegen Thüringen und das Saarland mit jeweils 13 Tagen. Baden-Württemberg folgt mit durchschnittlich 16 Tagen und gehört ebenfalls zu den Bundesländern mit einer vergleichsweise hohen Zahlungsdisziplin.

Frühindikator für Kredit- und Risikomanagement

Nach Einschätzung von CRIF gehören Zahlungsverzüge zu den wichtigsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen. Die monatlichen Auswertungen ermöglichen Kredit-, Risiko- und Forderungsmanagern, Veränderungen im Zahlungsverhalten frühzeitig zu erkennen und Risiken bei Geschäftsbeziehungen besser einzuschätzen. Gleichzeitig verdeutlicht der aktuelle Bericht, dass sich Zahlungsrisiken sowohl regional als auch branchenspezifisch sehr unterschiedlich entwickeln können.

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