Mit dem meteorologischen Frühlingsanfang erwacht nicht nur die Natur, sondern auch die Baumarktbranche. Ein neuer Bonial-Report auf Basis exklusiver First-Party-Daten aus kaufDA und MeinProspekt zeigt, wie stark digitale Angebotskommunikation das Kaufverhalten im DIY-Segment beeinflusst und stationäre Umsätze antreibt. Zwischen Januar und Dezember 2025 wurden Daten von 135 Händlern ausgewertet – ein umfassender Blick auf die digitale Customer Journey von über einer Milliarde Produktimpressions.
Garten & Freizeit als klarer Wachstumstreiber
Die Analyse zeigt deutlich: Keine Kategorie ist im Baumarktsegment wichtiger als „Garten & Freizeit“. Mit einem Anteil von 24,61 Prozent am beworbenen Sortiment und rund 30 Prozent an Klicks und Warenwert dominiert sie die gesamte Customer Journey. Terrassendielen, Gasgrills, Lavendel oder sogar Weihnachtsbäume gehören im Jahresverlauf zu den meistgesuchten Artikeln. Die Nachfrage steigt pünktlich zum Frühling kräftig an und schafft erhebliche Potenziale für Händler, die digitale Reichweite gezielt nutzen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Werkzeuge erzielen den höchsten Warenwert
Obwohl „Werkzeug & Maschinen“ nur einen vergleichsweise kleinen Sortimentsanteil stellt, generiert die Kategorie mit 10,34 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Warenwert. Hochpreisige Produkte wie Werkstattwagen oder Bohrhammer sind hier die Treiber. Die Kategorie „Renovieren“ zeigt das ganze Jahr über stabile Performance und unterstreicht den projektorientierten Charakter vieler DIY-Käufe.
Befragung bestätigt: Der Garten ruft
Eine ergänzende Nutzerumfrage mit über 3.400 Teilnehmenden aus den Bonial-Apps zeigt einen deutlichen Trend: 97 Prozent der Befragten legen Wert auf ein schönes Zuhause, 43 Prozent planen ein Garten- oder Balkonprojekt in den kommenden Monaten. Häufigster Anlass für den Baumarktbesuch sind konkrete Projekte oder saisonale Impulse. Mehr als ein Viertel der Kundschaft lässt sich zudem von attraktiven Angeboten in den stationären Handel locken.
Stationär bleibt stark – Nähe, Sortiment und Verfügbarkeit sind entscheidend
Trotz wachsender digitaler Informationswege kaufen 76 Prozent bevorzugt im Geschäft ein. Persönliche Beratung bleibt für 64 Prozent ein wichtiger Faktor. Zu den Top-Kriterien bei der Händlerwahl zählen Produktverfügbarkeit, Sortimentstiefe und Nähe – alles klassische Stärken des stationären Baumarkts, die durch digitale Prospektkommunikation gezielt verstärkt werden können. Mehr als die Hälfte der Konsument:innen plant ihren Einkauf vorab, was digitale Angebote besonders wirkungsvoll macht.
Fazit: Digitale Prospekte sind ein zentraler Umsatzhebel
Die Analyse zeigt eindrücklich, dass digitale Angebotskommunikation weit mehr ist als ein Reichweiteninstrument. Sie beeinflusst konkrete Kaufentscheidungen, lenkt Kunden in stationäre Märkte und verstärkt projektbezogene Nachfrage. Mit dem Start in die Gartensaison dürfte dieser Effekt 2026 nochmals an Bedeutung gewinnen – insbesondere für Händler, die ihre digitalen Kanäle strategisch orchestrieren.


