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Management-Umfrage: CFOs zwischen Krisen und Investitionsbremse

Büro mit Laptop und Unterlagen
Symbolbild - Foto: Pexels / Tima Miroshnichenko

Key takeaways

Eine Horváth-Studie zeigt: CFOs sind zunehmend pessimistisch. Nur 14 Prozent erwarten eine positive Unternehmensentwicklung. Hauptgründe sind geopolitische Risiken, US-Wirtschaftspolitik und Investitionsstaus. Investiert wird vor allem in Digitalisierung, während Nachhaltigkeit an Bedeutung verliert. Besonders im Fokus: Prozessoptimierung und Mitarbeiterentwicklung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Stimmung unter Finanzverantwortlichen hat sich deutlich eingetrübt. Laut einer aktuellen Studie der Managementberatung Horváth erwartet nur noch jeder siebte CFO eine positive Entwicklung des eigenen Unternehmens. Im Vorjahr war es noch jeder Dritte. Stattdessen gehen inzwischen 40 Prozent der Befragten von einer Verschlechterung der ökonomischen Rahmenbedingungen aus.

Investitionsstau trotz Transformationsbedarf

In sechs von zehn Unternehmen werden Investitionen aktuell zurückgestellt oder nur noch selektiv freigegeben. Besonders im Bereich Digitalisierung, Automatisierung und KI besteht laut Studie hoher Bedarf – doch häufig fehlt der finanzielle Spielraum, um notwendige Maßnahmen umzusetzen. Besonders kritisch sei laut Studienleiter Achim Wenning die Gleichzeitigkeit mehrerer Risikofaktoren: geopolitische Spannungen, die US-Wirtschaftspolitik und die Unsicherheit bei internationalen Handelsabkommen.

Die größten Hürden für CFOs liegen derzeit im globalen Wettbewerbsdruck (59 Prozent), bei Bürokratie und regulatorischen Anforderungen (49 Prozent) sowie in Energiepreisen und Inflation. Nachhaltigkeitsthemen spielen hingegen keine große Rolle mehr unter den Top-Risiken – eine bemerkenswerte Verschiebung im Vergleich zum Vorjahr.

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Wirtschaftspolitik der USA bleibt Risikofaktor

Über die Hälfte der Befragten bewertet die Politik der US-Regierung als konkretes Geschäftsrisiko. Besonders problematisch sei die sprunghafte Zollpolitik sowie die Aufkündigung internationaler Verpflichtungen. Positive Effekte sehen lediglich zehn Prozent.

Die verbleibenden Investitionen fließen derzeit vorrangig in Digitalisierung (29 Prozent) und Transformationsprojekte (19 Prozent). Strategisch wichtige Bereiche wie der Ausbau der Lieferketten, Auslandsaktivitäten oder Akquisitionen werden dagegen deutlich seltener priorisiert.

Mitarbeiterentwicklung rückt in den Fokus

Trotz angespannter Lage ist die Agenda der CFOs ambitioniert: An erster Stelle steht die Optimierung finanzieller Prozesse (87 Prozent), gefolgt von der gezielten Entwicklung der Belegschaft (84 Prozent). Auch Digitalisierung und Forecasting gewinnen weiter an Bedeutung. Größtes internes Hindernis bleibt laut Studie jedoch die Veränderungsresistenz innerhalb der Organisation.

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