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Damiani übernimmt Baume & Mercier von Richemont

Baume und Mercier Uhren
Foto: cineberg.com / depositphotos.com

Key takeaways

Die Damiani Group übernimmt Baume & Mercier von Richemont. Die traditionsreiche Uhrenmarke soll in das Luxusportfolio des italienischen Konzerns integriert und über dessen Vertriebsnetz gestärkt werden. Richemont begleitet die Übergabe operativ. Der Abschluss wird für Sommer 2026 erwartet, die Kaufsumme bleibt vertraulich.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der italienische Luxusgüterkonzern Damiani Group übernimmt den Schweizer Uhrenhersteller Baume & Mercier von Richemont. Die Transaktion wurde gestern bekannt gegeben und soll im Sommer abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Mit dem Erwerb erweitert die familiengeführte Damiani Group ihr Portfolio im Bereich Hard Luxury um eine weitere renommierte Marke. Neben den Schmuckmarken Damiani, Salvini, Bliss und Calderoni gehören auch der venezianische Glaskünstler Venini und der Uhren- und Schmuckhändler Rocca zur Gruppe. Die traditionsreiche Marke Baume & Mercier, deren Geschichte über 200 Jahre zurückreicht, passt laut beiden Unternehmen gut in das Markenprofil des italienischen Konzerns.

Strategischer Ausbau des Uhrenportfolios

Baume & Mercier gilt als Anbieter im mittleren Preissegment des Luxusuhrenmarktes und vertreibt seine Produkte hauptsächlich über ein multi-brand-orientiertes Großhandelsnetz. Genau darin sieht Damiani Potenzial: Die Sichtbarkeit der Marke soll durch die Nutzung des eigenen Vertriebsnetzes gesteigert und punktuell durch Mono-Brand-Boutiquen ergänzt werden.

Richemont wird den Übergang operativ begleiten und für mindestens zwölf Monate nach Abschluss Unterstützungsleistungen bereitstellen. Diese Übergangsphase soll einen reibungslosen Integrationsprozess innerhalb der Damiani Group gewährleisten.

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Fokussierung und Neuausrichtung bei Richemont

Für Richemont bedeutet der Verkauf einen weiteren Schritt in der strategischen Ausrichtung des Konzerns. Nach der Abgabe von Mode- und Accessoiremarken wie Peter Millar oder Chloé rückt der Fokus zunehmend auf margenstärkere Geschäftsbereiche wie hochpreisige Uhren, Schmuck und digitale Plattformen. Der Schritt, sich von Baume & Mercier zu trennen, deutet darauf hin, dass Marken mit mittlerem Marktprofil künftig weniger strategische Relevanz besitzen.

Die endgültige Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen. Das Closing wird für den Sommer 2026 erwartet.

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