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Datenschutzlast wächst zunehmend – Unternehmen schlagen Alarm

Schloss und Tastatur als Symbolik fuer Datenschutz
Foto: Pixabay

Key takeaways

Laut Bitkom sehen sich 97 Prozent der deutschen Unternehmen mit hohem Aufwand beim Datenschutz konfrontiert – Tendenz steigend. Besonders kleinere Firmen leiden unter den komplexen Vorgaben. Bitkom fordert klare Regeln, weniger Bürokratie und eine stärkere Ausrichtung an realen Risiken statt theoretischen Gefahren.

Lesezeit ca. 2 Minuten

In deutschen Unternehmen wächst der Unmut über die stetig zunehmende Belastung durch Datenschutzvorgaben. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage unter 603 Firmen mit mindestens 20 Beschäftigten kämpfen nahezu alle Befragten (97 Prozent) mit einem hohen Aufwand bei der Umsetzung der Datenschutzanforderungen. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 94 Prozent. Besonders kleineren Unternehmen fällt die Einhaltung schwer: 45 Prozent der Betriebe mit 20 bis 99 Beschäftigten berichten von einem sehr hohen Aufwand, bei mittleren Unternehmen sind es 42 Prozent, bei größeren 38 Prozent.

Belastung nimmt weiter zu

Insgesamt hat sich die Situation im vergangenen Jahr spürbar verschärft. 16 Prozent der Unternehmen sehen eine starke Zunahme des Aufwands, 53 Prozent sprechen von einer leichten Zunahme. Kein einziges Unternehmen verzeichnet eine Entlastung. Damit ist eine Trendwende nicht in Sicht. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst kritisiert die hohe Komplexität des Datenschutzes in Deutschland: „Wir haben eine Vielzahl von Aufsichtsbehörden und unterschiedliche Auslegungen, was zu unnötiger Bürokratie führt.“

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Forderung nach praxisnäheren Regeln

Wintergerst fordert eine Entschlackung der Regularien: „Wir müssen Dokumentations- und Berichtspflichten reduzieren und technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz besser berücksichtigen.“ Auch das von der EU-Kommission angekündigte Omnibus-IV-Paket greife zu kurz. Insbesondere bei Dokumentationspflichten wie dem Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten müsse das Risiko entscheidend sein, nicht die Größe des Unternehmens.

Standardisierung und Rechtsklarheit gefordert

Bitkom plädiert zudem für praxisnahe Werkzeuge: Standard-Vorlagen, klar definierte Regeln für Betroffenenanfragen und eine bessere Verzahnung der Datenschutz-Grundverordnung mit neuen EU-Vorgaben. Ziel sei kein Abbau des Datenschutzes, sondern eine stärkere Ausrichtung an realen Risiken. Gleichzeitig müsse auch der gesellschaftliche und wirtschaftliche Nutzen von Daten stärker berücksichtigt werden.

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