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Deutsche Exporte sinken im August – Importe aus China steigen kräftig

Containerterminals im Hamburger Hafen
Foto: Marisa04 / Pixabay

Key takeaways

➟ Schwächere Ausfuhren und höhere Einfuhren belasten Deutschlands monatliche Handelsbilanz. Besonders die Lieferungen in die Vereinigten Staaten gehen zurück, während chinesische Waren stärker nachgefragt werden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutschen Exporte sind im August 2026 gegenüber Juli um 0,8 Prozent gesunken. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 137,6 Milliarden Euro ausgeführt. Gleichzeitig stiegen die Importe um 0,9 Prozent auf 118,1 Milliarden Euro.

Der Außenhandelsüberschuss verringerte sich dadurch von 21,6 auf 19,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum August 2025 lagen die Exporte allerdings um 6,2 Prozent und die Importe um 5,5 Prozent höher.

Exporte in die USA gehen deutlich zurück

Die Vereinigten Staaten blieben Deutschlands wichtigster Exportmarkt. Allerdings gingen die Lieferungen dorthin gegenüber Juli um 6,3 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro zurück. Im Jahresvergleich lagen die Ausfuhren dennoch um 22,6 Prozent höher.

Deutlich besser entwickelte sich das Geschäft mit Großbritannien und China. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen um 16,7 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, die Lieferungen nach China um 4,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

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Importe aus China steigen um elf Prozent

China behauptete seine Position als wichtigstes Lieferland Deutschlands. Die Wareneinfuhren aus der Volksrepublik erhöhten sich gegenüber Juli um elf Prozent auf 16,8 Milliarden Euro.

Dagegen sanken die Importe aus den USA um 0,5 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Aus Großbritannien wurden Waren im Wert von 3,2 Milliarden Euro eingeführt, ein Rückgang um 3,8 Prozent.

Insgesamt legten die Einfuhren aus Staaten außerhalb der Europäischen Union um 2,2 Prozent zu. Die deutschen Ausfuhren in diese Länder gingen gleichzeitig um 1,1 Prozent zurück.

EU-Handel entwickelt sich uneinheitlich

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union exportierte Deutschland Waren im Wert von 77,5 Milliarden Euro. Gegenüber Juli entspricht dies einem Minus von 0,6 Prozent. Die Importe aus der EU sanken um 0,4 Prozent auf 59,3 Milliarden Euro.

Innerhalb der Eurozone stiegen die deutschen Ausfuhren um 0,8 Prozent auf 54,3 Milliarden Euro. In EU-Länder außerhalb des Euroraums gingen sie dagegen um 3,5 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro zurück.

Auch die Einfuhren entwickelten sich rückläufig. Aus der Eurozone importierte Deutschland 0,3 Prozent weniger, aus den übrigen EU-Staaten 0,7 Prozent weniger als im Vormonat.

Handelsüberschuss bleibt über Vorjahresniveau

Trotz des Rückgangs gegenüber Juli fiel der bereinigte Außenhandelsüberschuss mit 19,5 Milliarden Euro höher aus als im August 2025. Damals hatte er 17,6 Milliarden Euro betragen.

Die nicht saisonbereinigten Originalwerte zeigen ebenfalls ein Plus gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte stiegen nominal um sieben Prozent auf 123,4 Milliarden Euro, die Importe um sechs Prozent auf 108,4 Milliarden Euro. Daraus ergab sich ein Handelsüberschuss von 15,0 Milliarden Euro.

Die Augustzahlen verdeutlichen die unterschiedlichen Entwicklungen der deutschen Absatz- und Beschaffungsmärkte. Während das Exportgeschäft mit den USA im Monatsvergleich nachgab, nahmen insbesondere die Importe aus China deutlich zu.

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