Deutsche Post DHL hat im dritten Quartal 2025 ein höheres Ergebnis erzielt, obwohl der Konzernumsatz leicht zurückging. Die Erlöse sanken laut dem Bonner Logistikkonzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 % auf 20,1 Milliarden Euro, unter anderem bedingt durch negative Währungseffekte. Dennoch legte das operative Ergebnis (EBIT) um 7,6 % auf 1,48 Milliarden Euro zu.
Konzerngewinn steigt deutlich
Der Konzernperiodenüberschuss stieg um 11,9 % auf 888 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 0,75 Euro, nach 0,64 Euro im Vorjahr. Besonders positiv entwickelte sich der Free Cashflow, der mit 1,2 Milliarden Euro um fast 67 % über dem Vorjahreswert lag.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Segmententwicklung im Überblick
Im Bereich Express sank der Umsatz zwar um 3,2 %, doch das EBIT blieb stabil bei 692 Millionen Euro. Rückgänge im internationalen Sendungsvolumen wurden durch Kostendisziplin und flexible Netzwerkanpassungen kompensiert.
Im Segment Global Forwarding, Freight führten niedrigere Frachtraten zu einem Umsatzrückgang um 9,2 %. Das EBIT fiel um knapp 30 % auf 195 Millionen Euro. Besonders betroffen war die Seefracht mit einem Umsatzrückgang von 20,1 %.
Im Bereich Supply Chain blieb der Umsatz weitgehend stabil, das EBIT stieg leicht auf 278 Millionen Euro. Neue Verträge im Wert von 1,4 Milliarden Euro sowie Effizienzgewinne durch Digitalisierung trugen zum Ergebnisanstieg bei.
Der Bereich eCommerce wuchs im Umsatz um 2,9 % und konnte das EBIT durch einen Sondereffekt aus der Entkonsolidierung der DHL eCommerce UK auf 176 Millionen Euro mehr als verdreifachen.
Paketgeschäft als Wachstumstreiber
Im Segment Post & Paket Deutschland stieg der Umsatz um 4,7 % auf 4,24 Milliarden Euro, getrieben durch höhere Paketmengen und Preisanpassungen. Das EBIT legte um 27,3 % auf 218 Millionen Euro zu. Während das Briefvolumen weiter rückläufig war, entwickelte sich das Paketgeschäft mit einem Volumenanstieg von über 12 % deutlich positiv.
Aktienrückkäufe und Liquidität
Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb das Unternehmen im dritten Quartal 10,8 Millionen eigene Aktien im Wert von 419 Millionen Euro zurück. Die verfügbare Liquidität lag bei 1,4 Milliarden Euro, zusätzlich besteht eine ungenutzte Kreditlinie über 4 Milliarden Euro.
Ausblick bleibt unverändert
Trotz regulatorischer Veränderungen, etwa bei der Einfuhrbesteuerung in die USA, hält der Konzern an seiner Jahresprognose fest. Risiken durch geopolitische Entwicklungen und Handelskonflikte bleiben bestehen, seien aber aktuell beherrschbar. Gleichzeitig sieht das Unternehmen Wachstumschancen in unterausgelasteten Handelsrouten und der Effizienzsteigerung seiner Netzwerke.


