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DocMorris steigert Quartalsumsatz deutlich und verbessert Ergebnisausblick

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Foto: DocMorris

Key takeaways

➟ Die Schweizer Online-Apotheke profitiert von einer stark steigenden Nachfrage nach rezeptpflichtigen Arzneimitteln und digitalen Gesundheitsangeboten. Verbesserte operative Ergebnisse ermöglichen höhere Jahresziele.

Lesezeit ca. 2 Minuten

DocMorris hat sein Wachstum im dritten Quartal 2026 deutlich beschleunigt und die operative Gewinnschwelle auf bereinigter Basis früher als geplant erreicht. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, dessen Außenumsatz gegenüber dem Vorjahr um 78,3 Prozent zulegte. Auch digitale Gesundheitsdienstleistungen verzeichneten hohe Zuwächse. Der Schweizer Online-Apothekenkonzern hebt deshalb seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr erneut an.

Rezeptgeschäft treibt Quartalsumsatz

Der Außenumsatz von DocMorris stieg im dritten Quartal um 21,5 Prozent auf 342,7 Millionen Schweizer Franken. Der ausgewiesene Umsatz erhöhte sich um 22,2 Prozent auf 327,4 Millionen Franken. Im deutschen Geschäft betrug das Wachstum des Außenumsatzes 22 Prozent.

Wichtigster Wachstumstreiber waren rezeptpflichtige Arzneimittel. Das Rx-Geschäft legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 78,3 Prozent zu und übertraf das zweite Quartal 2026 um 33,5 Prozent. Der Außenumsatz außerhalb des Rezeptgeschäfts wuchs um 5,5 Prozent, darunter rezeptfreie Arzneimittel und Gesundheitsprodukte mit 3,5 Prozent.

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Digitale Dienstleistungen wachsen um 46 Prozent

Die Sparte Digital Services mit TeleClinic, Retail Media und Marktplatz steigerte ihre Erlöse um 46,1 Prozent auf 13,9 Millionen Franken. Gleichzeitig verbesserte sich nach Unternehmensangaben ihr Ergebnisbeitrag. Im europäischen Segment erhöhte sich der Umsatz um zwölf Prozent.

Auch die Kundenbasis entwickelte sich positiv. DocMorris zählte zum Quartalsende 13,1 Millionen aktive Kunden und damit 1,5 Millionen mehr als im Vorjahr. Allein im dritten Quartal kamen 200.000 hinzu. Besonders dynamisch entwickelte sich die Gewinnung neuer Kunden für verschreibungspflichtige Medikamente.

Bereinigtes EBITDA erreicht Gewinnschwelle

Mit einem bereinigten EBITDA von 0,6 Millionen Franken erzielte DocMorris im dritten Quartal erstmals den für 2026 angestrebten operativen Break-even. Finanzvorstand Daniel Wüest führt die Verbesserung auf das Wachstum im Rezeptgeschäft und bei digitalen Dienstleistungen sowie effizientere Kosten- und Marketingstrukturen zurück.

In den ersten neun Monaten erhöhte sich der Außenumsatz um 15,5 Prozent auf 970,6 Millionen Franken. Der ausgewiesene Umsatz erreichte 926,6 Millionen Franken, ein Plus von 16,4 Prozent. Das Rx-Geschäft wuchs um 52,6 Prozent, während Digital Services um 62 Prozent auf 41 Millionen Franken zulegte.

Der positive bereinigte Quartalswert bedeutet allerdings noch keinen Jahresgewinn oder ausgeglichenen freien Cashflow.

Jahresprognose für 2026 erneut verbessert

Angesichts der Geschäftsentwicklung erwartet DocMorris für 2026 nun ein Außenumsatzwachstum zwischen 12,5 und 15 Prozent. Die bisherige Prognose hatte bei neun bis 13 Prozent gelegen.

Beim bereinigten EBITDA rechnet das Unternehmen jetzt mit einem Ergebnis von besser als minus zehn Millionen Franken. Zuvor war ein Fehlbetrag zwischen zehn und 17,5 Millionen Franken erwartet worden. Die geplanten Investitionen bleiben auf weniger als 30 Millionen Franken begrenzt.

Das Management bestätigt zudem das Ziel, im Verlauf des Jahres 2027 einen ausgeglichenen freien Cashflow zu erreichen. Die mittelfristigen Unternehmensziele bleiben unverändert.

Refinanzierung stärkt finanziellen Spielraum

Im September 2026 kaufte DocMorris eine Wandelanleihe über 49,6 Millionen Franken mit ursprünglicher Fälligkeit 2028 zurück. Finanziert wurde dies durch eine neue Wandelanleihe mit Laufzeit bis 2031. Damit verlängerte das Unternehmen sein Fälligkeitsprofil und reduzierte nach eigenen Angaben die relativen Finanzierungskosten.

Die Quartalsentwicklung zeigt die wachsende Bedeutung des digitalen Rezeptgeschäfts für DocMorris. Nach dem vorzeitig erreichten bereinigten EBITDA-Break-even steht nun die nachhaltige Verbesserung des Cashflows im Mittelpunkt.

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