Die DOUGLAS Group hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld Widerstandskraft bewiesen und ein moderates Umsatzwachstum erzielt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % auf 1,67 Mrd. Euro, während das bereinigte EBITDA mit 333,7 Mio. Euro leicht rückläufig war. Die EBITDA-Marge sank infolge von Promotionsdruck und selektivem Kaufverhalten der Verbraucher auf 19,9 % (VJ: 21,5 %).
Digitale Stärke und regionale Unterschiede prägen das Quartal
Der Online-Handel blieb ein zentraler Wachstumstreiber: Mit einem Plus von 4,2 % legte das E-Com-Geschäft erneut zu, insbesondere dank stark nachgefragter Services wie Click & Collect Express und eines expandierenden Partnerprogramms. Die DOUGLAS App wurde zu einem wichtigen Touchpoint – mehr als ein Drittel aller digitalen Einkäufe wurde darüber abgewickelt.
Regional entwickelten sich die Märkte unterschiedlich: In Zentralosteuropa stieg der Umsatz um 7,3 %, während Frankreich mit einem Plus von 1,2 % und die Region DACHNL mit 0,6 % Wachstum hinterherhinkten. Das Filialgeschäft stagnierte weitgehend mit einem Umsatzplus von 0,4 %, auf vergleichbarer Fläche sank der Umsatz um 2,8 %.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Belastungen durch Konsumzurückhaltung und Preisaktionen
Geopolitische Spannungen, gestiegene Lebenshaltungskosten und ein schwächeres Konsumklima sorgten für ein herausforderndes Marktumfeld. Die zunehmende Preissensibilität der Kunden führte zu mehr Rabattaktionen – mit negativen Folgen für die Bruttomarge und das Ergebnis.
Dennoch blieb der Free Cashflow mit 464,4 Mio. Euro robust. Die Nettoverschuldung (exkl. Mieten) wurde um mehr als 180 Mio. Euro reduziert. Das Finanzergebnis verbesserte sich durch sinkende Zinskosten, die aus der entschuldeten Bilanz resultieren.
Omnichannel-Ausbau und exklusive Marken als Wachstumsmotor
DOUGLAS investiert weiterhin in sein Geschäftsmodell. In Q1 wurden 13 neue Filialen eröffnet, darunter ein Flagship-Store in Köln. Gleichzeitig wurde die IT-Landschaft weiter harmonisiert – zehn Länder nutzen bereits den neuen Tech-Stack.
Exklusive Produktlaunches stärken die Differenzierung im Premium-Beauty-Segment: Im Januar wurde die Marke „about-face“ von Sängerin Halsey eingeführt, im Februar folgt „Orebella“ von Bella Hadid.
Unveränderte Jahresprognose trotz Gegenwind
Trotz gedämpfter Dynamik hält das Unternehmen an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 fest: Geplant ist ein Umsatz zwischen 4,65 und 4,80 Mrd. Euro bei einer EBITDA-Marge von rund 16,5 % und einem Verschuldungsgrad von 2,5x bis 3,0x zum 30.09.2026.


