Der Logistikkonzern DSV hat im zweiten Quartal 2026 trotz eines herausfordernden Marktumfelds ein deutliches Ergebniswachstum erzielt. Steigende Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und volatile Lieferketten belasteten zwar das Geschäft, konnten die positive Entwicklung jedoch nicht stoppen.
Ergebniswachstum durch starke Geschäftsbereiche
DSV erzielte im zweiten Quartal ein EBIT vor Sondereffekten von 6,255 Milliarden dänischen Kronen und damit einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Wachstumstreiber waren insbesondere die Bereiche Luft- und Seefracht sowie Kontraktlogistik, die von höheren Margen und zusätzlichem Geschäftsvolumen profitierten.
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Schenker-Integration schreitet voran
Ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung ist die Integration von Schenker. Bereits mehr als 60 Länder sind vollständig integriert oder befinden sich im Integrationsprozess. DSV erwartet weiterhin jährliche Synergien von rund 9 Milliarden dänischen Kronen, die ab 2027 vollständig wirksam werden sollen.
Road-Segment unter Erwartungen
Während zentrale Geschäftsbereiche positive Impulse lieferten, blieb die Entwicklung im Straßentransport hinter den Erwartungen zurück. Operative Herausforderungen in einzelnen europäischen Märkten führten zu geringerer Produktivität und schwächerem Wachstum. Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz wurden bereits eingeleitet.
Cashflow durch Kosten und Working Capital belastet
Der freie Cashflow entwickelte sich im zweiten Quartal schwächer und lag bei 786 Millionen dänischen Kronen. Hauptgründe waren ein höheres Working Capital sowie steigende Transport- und Energiekosten. Gleichzeitig wirkten sich Forderungen aus Immobilienverkäufen im Zusammenhang mit der Schenker-Integration aus.
Prognose für das Gesamtjahr präzisiert
Auf Basis der bisherigen Geschäftsentwicklung hat DSV die Prognose für das Gesamtjahr 2026 angepasst. Das EBIT vor Sondereffekten wird nun in einer Spanne von 23,5 bis 25,5 Milliarden dänischen Kronen erwartet. Damit konkretisiert das Unternehmen seine Erwartungen trotz anhaltender Unsicherheiten.
Integration und Strategie als Wachstumstreiber
Mit der fortschreitenden Integration und der neuen Strategie „Leverage to Lead“ setzt DSV auf langfristiges Wachstum. Der Fokus liegt auf technologischen Innovationen, Netzwerkoptimierung und der weiteren Stärkung der Marktposition. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig auszubauen und zusätzliche Effizienzpotenziale zu erschließen.




