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Kaufhäufigkeit zeigt Unterschiede im E-Commerce in Mitteleuropa

Frau mit Kreditkarte beim Online-Shopping mit einem Smartphone
Foto: Thirdman / Pexels

Key takeaways

Die Kaufhäufigkeit im Online-Handel unterscheidet sich in Europa erheblich. Während Österreich und Deutschland bei den Bestellungen pro Käufer führen, zeigen Griechenland und die Schweiz, dass Marktgröße unterschiedliche Entwicklungen nehmen können.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Kaufhäufigkeit von Online-Kunden unterscheidet sich innerhalb Mitteleuropas deutlich und liefert ein differenzierteres Bild als reine Umsatzkennzahlen. Während Österreich und Deutschland die meisten Bestellungen pro Käufer verzeichnen, zeigen Länder wie Griechenland oder die Schweiz, dass Bestellhäufigkeit, Marktgröße und Warenkorbwert nicht zwangsläufig miteinander korrelieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung von ECDB für das Jahr 2025.

Österreich und Deutschland liegen an der Spitze

Mit durchschnittlich 12,6 Online-Bestellungen pro Käufer jährlich belegt Österreich den Spitzenplatz im mitteleuropäischen Vergleich. Deutschland folgt mit 12,4 Bestellungen knapp dahinter. Beide Länder profitieren von etablierten E-Commerce-Märkten, einer hohen Online-Durchdringung und einer großen Zahl aktiver Käufer.

Überraschend stark schneidet Griechenland ab. Trotz einer vergleichsweise niedrigen E-Commerce-Durchdringung bestellen Online-Kunden dort durchschnittlich 12,3-mal pro Jahr und erreichen damit nahezu das Niveau Deutschlands.

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Griechenland bestellt häufig, gibt aber weniger aus

Der griechische Markt unterscheidet sich jedoch deutlich von Deutschland. Während in Deutschland rund 62,5 Millionen Menschen online einkaufen, zählt Griechenland lediglich knapp sieben Millionen Online-Käufer.

Hinzu kommt ein deutlich geringerer durchschnittlicher Bestellwert. Dieser liegt in Deutschland bei rund 120 Euro, während Verbraucher in Griechenland pro Bestellung durchschnittlich 83 Euro ausgeben. Die hohe Bestellfrequenz führt daher nicht automatisch zu einem vergleichbaren Marktvolumen.

Polen und die Schweiz verfolgen unterschiedliche Strategien

Auch Polen weist mit durchschnittlich 11,2 Bestellungen pro Käufer eine hohe Kaufaktivität auf. Gleichzeitig liegt der durchschnittliche Warenkorb mit rund 79 Euro deutlich unter dem Niveau der führenden Märkte. Das zeigt, dass eine große und aktive Käuferbasis nicht zwangsläufig mit hohen Umsätzen pro Bestellung verbunden ist.

Einen gegenteiligen Ansatz zeigt die Schweiz. Dort bestellen Online-Kunden mit durchschnittlich 9,7 Käufen pro Jahr seltener, erzielen jedoch mit rund 214 Euro den höchsten durchschnittlichen Bestellwert aller untersuchten Länder. Höhere Einkommen und andere Einkaufsgewohnheiten führen dazu, dass weniger häufig, dafür aber deutlich wertvoller eingekauft wird.

Nachholbedarf in kleineren E-Commerce-Märkten

Am unteren Ende des Rankings liegen die Slowakei mit durchschnittlich 4,1 sowie Slowenien mit 4,8 Online-Bestellungen pro Käufer und Jahr. In Kombination mit einer kleineren Käuferbasis und vergleichsweise niedrigen Warenkorbwerten deutet dies auf E-Commerce-Märkte hin, die sich weiterhin im Entwicklungsprozess befinden.

Ungarn und Tschechien bewegen sich zwischen den beiden Extremen. Insgesamt macht die Analyse deutlich, dass erfolgreiche E-Commerce-Märkte nicht allein durch hohe Kaufhäufigkeit, große Käuferzahlen oder hohe Warenkorbwerte gekennzeichnet sind. Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren entscheidet über die Stärke eines Marktes.

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