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eBay-Studie: Mittelstand stark – Gründungslust der Gen Z bleibt gering

Mehrere Startup-Mitarbeiter an einem Konferenztisch
Symbolbild - Foto: Kindel Media / Pexels

Key takeaways

Neue eBay-Daten zeigen: KMU wachsen dank Plattformen, doch die Gen Z zögert bei Gründungen. Fehlendes Kapital, Know-how und hohe Risiken bremsen – Wirtschaft und Politik stehen vor wachsendem Handlungsdruck.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zeigen sich in Deutschland weiterhin als stabile Stütze der Wirtschaft. Gleichzeitig offenbaren neue Daten von eBay eine wachsende Herausforderung: Während etablierte Händler von digitalen Plattformen profitieren, bleibt die Gründungsdynamik bei der Generation Z deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Plattformen als Wachstumstreiber für KMU

Die Auswertung unter gewerblichen eBay-Händler zeigt die zentrale Rolle digitaler Marktplätze im Geschäftsalltag. Für die Hälfte der befragten Unternehmen ist eBay ein entscheidender Vertriebskanal. Sechs von zehn Händler*innen konnten über die Plattform neue Kundengruppen und zusätzliche Märkte erschließen.

Auch wirtschaftlich zahlt sich die Nutzung aus: Knapp die Hälfte der Befragten berichtet von Umsatzsteigerungen seit dem Start auf eBay. Für ein Viertel war die Plattform sogar ein entscheidender Faktor für den Schritt in die Selbstständigkeit.

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Niedrige Einstiegshürden fördern Unternehmertum

Die Ergebnisse unterstreichen die Funktion von eBay als Enabler für unternehmerische Aktivitäten. Die Plattform erleichtert den Zugang zum Markt, reduziert Anfangsinvestitionen und ermöglicht flexible Geschäftsmodelle. Entsprechend bewerten 80 Prozent der Händler*innen eBay als zugänglich und inklusiv – unabhängig von Erfahrung oder Kapitalausstattung.

Gen Z bleibt zurückhaltend bei Gründungen

Ein deutlich anderes Bild zeigt sich bei der jungen Generation. Laut einer ergänzenden YouGov-Umfrage plant nur ein kleiner Teil der Gen Z in den kommenden Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Mehrheit schätzt eine Unternehmensgründung aktuell als unwahrscheinlich ein.

Kapital, Wissen und Risiko als zentrale Hürden

Die Gründe für die Zurückhaltung sind vielfältig, aber klar benannt: Fehlendes Startkapital ist die größte Hürde, gefolgt von mangelnder Erfahrung und dem wahrgenommenen Risiko. Auch strukturelle Faktoren wie Bürokratie und fehlende Netzwerke bremsen potenzielle Gründer*innen zusätzlich aus.

Handlungsbedarf für Wirtschaft und Politik

Die Diskrepanz zwischen einem starken Mittelstand und einer schwachen Gründungsdynamik deutet auf strukturellen Handlungsbedarf hin. Um langfristig Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, braucht es gezielte Maßnahmen zur Förderung junger Gründer*innen – von Finanzierungsmöglichkeiten über Bildungsangebote bis hin zum Abbau bürokratischer Hürden.

Die eBay-Zahlen zeigen damit ein zweigeteiltes Bild: Während bestehende Unternehmen zunehmend von digitalen Plattformen profitieren, bleibt die nächste Unternehmergeneration hinter ihren Möglichkeiten zurück.

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