ANZEIGE

ANZEIGE

Neue ifo-Studie: Globale Experten erwarten steigende Importzölle 2025

Zoll-Symbol und Euro-Münzen und Geldscheine
Foto: Adobe Stock

Key takeaways

Die ifo-Umfrage „Economic Experts Survey“ Q2 2025 zeigt: Politische Stabilität nimmt weltweit zu, die Wirtschaftspolitik wird jedoch teils kritisch gesehen. Besonders die Importzölle, ausgelöst durch die US-Handelspolitik, spalten die Experten. Inflationserwartungen bleiben mit durchschnittlich 4 % hoch, in Afrika liegen sie deutlich darüber.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die ifo-Studie Economic Experts Survey für das zweite Quartal 2025 zeigt ein widersprüchliches globales Bild. Während die Einschätzungen zur politischen Stabilität vielerorts positiver ausfallen, bleibt die Bewertung der Wirtschaftspolitik gemischt. Zudem sorgt die Ankündigung massiver US-Zölle unter Präsident Donald Trump für zusätzliche Unsicherheit.

Globale politische Lage

1340 Experten aus 131 Ländern beteiligten sich zwischen dem 17. Juni und 1. Juli an der Umfrage. Die weltweite Einschätzung der politischen Situation verbesserte sich leicht, getrieben vor allem durch positive Stimmen aus Asien, Afrika und Nordeuropa. In Osteuropa hingegen halten die pessimistischen Einschätzungen an, auch Südeuropa bleibt schwach. Auffällig ist die klare Trennung zwischen stabilitätsorientierten Regionen wie Nordeuropa und den Krisenregionen Osteuropas oder Teilen Amerikas.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Wirtschaftspolitische Einschätzungen

Die globale Bewertung der Wirtschaftspolitik liegt mit +6 Punkten nur knapp im positiven Bereich. Vor allem Nord- und Südamerika bleiben im negativen Terrain, während Asien und Afrika deutlich optimistischere Einschätzungen melden. Europa ist zweigeteilt: Nordeuropa zeigt leichte Verbesserungen, während Süd- und Osteuropa Rückgänge verzeichnen. Sorgen bereitet den Befragten insbesondere die unzureichende Vorbereitung vieler Regierungen auf zukünftige Herausforderungen.

Importzölle im Fokus

Ein Sondermodul der Umfrage widmet sich den Importzöllen, die zuletzt durch die protektionistische Handelspolitik der USA an Brisanz gewonnen haben. Seit April gilt dort ein pauschaler Aufschlag von 10 % auf die meisten Importe. Experten erwarten, dass andere Länder nachziehen. In Afrika rechnen Fachleute mit Zollsätzen von bis zu 30 %, während Europa mit etwa 10 % die niedrigsten Werte erwartet. Normativ würden die meisten Ökonomen jedoch deutlich geringere Zölle bevorzugen – in Westeuropa beispielsweise nur 6–8 %. Einigkeit herrscht darüber, dass die Hauptlast der Zölle von den Konsumenten getragen wird: Rund 54 % der Kosten entfallen laut Einschätzungen auf die heimischen Verbraucher.

Inflationserwartungen

Auch bei der Inflation bleibt die Lage angespannt. Weltweit rechnen die Experten 2025 mit durchschnittlich 4 % Preissteigerung, ähnlich wie im Vorquartal. Besonders hoch sind die Werte in Afrika, wo in Nordafrika über 40 % erwartet werden. Für Europa sind die Erwartungen differenziert: Westeuropa rechnet mit moderaten 1,8 %, während Osteuropa mit 7,6 % klar über dem EZB-Ziel liegt. Auch für die Jahre 2026 und 2028 bleiben die Prognosen auf hohem Niveau, wenngleich sich die Werte leicht nach unten bewegen.

Fazit

Die Ergebnisse des EES Q2 2025 zeichnen ein Bild großer regionaler Unterschiede: Während in Teilen Asiens und Afrikas Zuversicht herrscht, bleibt die Stimmung in den Amerikas und in Osteuropa angespannt. Besonders die Importzölle könnten sich als Belastungsprobe für den Welthandel erweisen – mit erheblichen Folgen für Verbraucher weltweit.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored