Mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 750 Millionen US-Dollar (rund 690 Mio. Euro) stärkt Etsy das Vertrauen in die eigene Wachstumsstrategie. Einschließlich der verbliebenen rund 200 Millionen US-Dollar aus der bisherigen Genehmigung steht dem Online-Marktplatz nun ein Rahmen von fast einer Milliarde US-Dollar zur Verfügung, um eigene Aktien zurückzukaufen.
Das Unternehmen betont, dass die Maßnahme durch eine starke Liquiditätsposition gestützt wird. Zum Quartalsende im September verfügte Etsy über rund 1,6 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und erzielte nach eigenen Angaben einen soliden Free Cashflow. CEO Josh Silverman sieht darin die Möglichkeit, strategische Investitionen mit gezielten Rückkäufen zu verbinden – auch zugunsten der Tochter Depop.
Führungswechsel und neue Rolle für Fred Wilson
Parallel zum finanziellen Schritt gab Etsy bekannt, dass Fred Wilson, bisher Vorsitzender des Aufsichtsrats, zum 1. Januar 2026 die Rolle des Lead Independent Director übernimmt. Die Entscheidung folgt der bereits angekündigten Führungsumbildung: Kruti Patel Goyal wird zum Jahresbeginn neue CEO, während Silverman in die Position des Executive Chair wechselt.
Silverman lobte Wilsons langjährige Erfahrung und Unabhängigkeit. Wilson habe bereits frühere Wechsel an der Unternehmensspitze begleitet und gelte als verlässlicher Partner mit strategischem Weitblick. Auch Wilson äußerte sich positiv zur neuen Rolle und kündigte an, eng mit der neuen Führung zusammenarbeiten zu wollen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Details zur Rückkaufermächtigung
Das Rückkaufprogramm erlaubt es Etsy, eigene Aktien flexibel zurückzuerwerben – über den offenen Markt, über privat verhandelte Transaktionen oder im Rahmen von Handelsplänen gemäß Regel 10b5-1 des US-Wertpapiergesetzes. Die Entscheidung über Zeitpunkt und Umfang liegt bei der Unternehmensführung und hängt unter anderem von der Marktlage und internen Finanzbedarfen ab. Die Ermächtigung ist unbefristet und kann jederzeit angepasst oder beendet werden.




