Die Europäische Union hat 2025 im Handel mit Hightech-Produkten einen Überschuss von 32,4 Milliarden Euro erzielt. Nach Angaben von Eurostat standen Importen im Wert von 534,1 Milliarden Euro Exporte von 566,5 Milliarden Euro gegenüber. Damit blieb die Handelsbilanz in diesem Segment nach vier Defizitjahren von 2020 bis 2023 bereits das zweite Jahr in Folge positiv.
Hightech-Handel wächst seit 2015 deutlich
Seit 2015 sind sowohl Einfuhren als auch Ausfuhren kräftig gestiegen. Die Importe legten im Durchschnitt um 6 Prozent pro Jahr zu und erhöhten sich über den gesamten Zeitraum um 239,9 Milliarden Euro.
Die Exporte wuchsen im Mittel sogar um 7 Prozent jährlich. Gegenüber 2015 stieg ihr Wert um 265,4 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich das Auslandsgeschäft mit Hightech-Produkten auf beiden Seiten dynamisch.
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Produktion erreicht 532 Milliarden Euro
Auch die europäische Produktion von Hightech-Erzeugnissen ist deutlich gewachsen. 2025 lag der Wert der verkauften Produktion bei 532 Milliarden Euro.
Zum Vergleich: 2015 waren es noch 287 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich laut Eurostat ebenfalls ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 6 Prozent.
China und USA dominieren die Importe
Mehr als die Hälfte der Hightech-Einfuhren der EU kam 2025 aus China und den Vereinigten Staaten. China erreichte mit 150,4 Milliarden Euro einen Anteil von 28 Prozent, die USA kamen mit 131,4 Milliarden Euro auf 25 Prozent.
Bei Importen aus China dominierten Elektronik und Telekommunikation mit 48 Prozent sowie Computer und Büromaschinen mit 31 Prozent. Aus den USA bezog die EU vor allem Luft- und Raumfahrtprodukte sowie Pharmaerzeugnisse. Die Schweiz war mit 32,6 Milliarden Euro und einem Anteil von 6 Prozent der drittwichtigste Lieferant.
USA wichtigster Absatzmarkt für EU-Hightech
Auf der Exportseite waren die Vereinigten Staaten mit Abstand der wichtigste Handelspartner. 34 Prozent der EU-Ausfuhren gingen dorthin, entsprechend 195,1 Milliarden Euro.
Das Vereinigte Königreich folgte mit 52,5 Milliarden Euro und einem Anteil von 9 Prozent. China lag mit 48,1 Milliarden Euro beziehungsweise 8 Prozent auf dem dritten Rang.
Pharma prägt den Handel mit den USA
Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten bestanden zu 62 Prozent aus Pharmazeutika. Weitere 12 Prozent entfielen auf Luft- und Raumfahrtprodukte.
Die Exporte ins Vereinigte Königreich und nach China waren breiter verteilt. Beim Handel mit China spielten Elektronik und Telekommunikation, Luft- und Raumfahrt, wissenschaftliche Instrumente sowie Pharmazeutika die wichtigsten Rollen. Die Daten zeigen damit sowohl die starke internationale Verflechtung als auch die wachsende Bedeutung des europäischen Hightech-Sektors.




