Die Eurozone hat im Juli 2026 einen Warenhandelsüberschuss von 14,2 Milliarden Euro erzielt. Ein Jahr zuvor hatte der Überschuss bei 10,7 Milliarden Euro gelegen. Nach Angaben von Eurostat stiegen die Exporte gegenüber Juli 2025 um neun Prozent auf 276 Milliarden Euro, während die Importe um 7,9 Prozent auf 261,8 Milliarden Euro zulegten.
Gegenüber Juni erhöhte sich der nicht saisonbereinigte Überschuss damit deutlich. Treiber waren vor allem größere Überschüsse bei chemischen Erzeugnissen, anderen Industrieprodukten sowie Nahrungsmitteln und Getränken.
Jahresbilanz der Eurozone fällt deutlich schwächer aus
Trotz des starken Juli-Werts zeigt sich im bisherigen Jahresverlauf ein anderes Bild. Von Januar bis Juli 2026 erzielte die Eurozone nur noch einen Überschuss von 17 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 92,8 Milliarden Euro.
Die Exporte legten in den ersten sieben Monaten um 1,2 Prozent auf 1,764 Billionen Euro zu. Die Importe wuchsen mit 5,8 Prozent wesentlich stärker auf 1,747 Billionen Euro. Der Handel innerhalb der Eurozone stieg um fünf Prozent auf 1,654 Billionen Euro.
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EU insgesamt mit acht Milliarden Euro Überschuss
Für die gesamte Europäische Union weist Eurostat im Juli einen Warenhandelsüberschuss von acht Milliarden Euro aus. Im Juli 2025 hatte dieser noch 9,8 Milliarden Euro betragen.
Die Exporte in Staaten außerhalb der EU stiegen im Jahresvergleich um 7,8 Prozent auf 247,1 Milliarden Euro. Die Importe legten um neun Prozent auf 239,1 Milliarden Euro zu. Im Zeitraum Januar bis Juli summierte sich das Handelsdefizit der EU auf 13,8 Milliarden Euro, nach einem Überschuss von 84 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Chemie stützt Handelsbilanz, Maschinen verlieren
Auf Produktebene zeigte sich im Juli ein gemischtes Bild. Bei chemischen Erzeugnissen erzielte die EU einen Überschuss von 19,6 Milliarden Euro, nach 16,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch Lebensmittel und Getränke verbesserten ihren positiven Beitrag.
Dagegen sank der Überschuss bei Maschinen und Fahrzeugen deutlich von 20,6 auf 12,2 Milliarden Euro. Zugleich weitete sich das Energiedefizit von 26,1 auf 28 Milliarden Euro aus.
USA bleiben wichtigster Überschussmarkt
Im Handel mit den USA erzielte die EU im Juli einen Überschuss von 17,9 Milliarden Euro. Die Exporte dorthin stiegen um 10,7 Prozent auf 49,1 Milliarden Euro, während die Importe leicht zurückgingen.
Mit China vergrößerte sich dagegen das Defizit auf 36,5 Milliarden Euro. Die EU exportierte Waren im Wert von 17,4 Milliarden Euro nach China, importierte aber Waren für 53,9 Milliarden Euro.




