Der deutsche Außenhandel zeigt im April 2026 eine moderate Aufwärtsbewegung. Sowohl Exporte als auch Importe legten laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vormonat zu, wobei die Einfuhren etwas stärker wuchsen als die Ausfuhren.
Leichtes Wachstum bei Exporten und Importen
Die Exporte stiegen im April kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent auf 136,6 Milliarden Euro. Die Importe legten im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent auf 122,1 Milliarden Euro zu.
Im Jahresvergleich zeigt sich ein deutlicheres Wachstum: Die Ausfuhren erhöhten sich um 3,6 Prozent, während die Importe mit 6,2 Prozent stärker zulegten.
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Handelsüberschuss bleibt auf solidem Niveau
Die Außenhandelsbilanz schloss im April mit einem Überschuss von 14,5 Milliarden Euro ab. Damit bleibt Deutschland weiterhin Nettoexporteur, auch wenn der Überschuss im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr leicht zurückging.
Die Entwicklung verdeutlicht, dass steigende Importdynamik den positiven Exporttrend teilweise kompensiert.
EU-Handel als stabiler Anker
Der Handel mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union entwickelte sich stabil. Die Exporte in die EU stiegen leicht, während die Importe moderat zunahmen.
Innerhalb der Eurozone zeigte sich eine verhaltene Exportdynamik, während der Handel mit Nicht-Euro-Ländern innerhalb der EU etwas stärker wuchs.
Gemischte Entwicklung im globalen Handel
Im Handel mit Drittstaaten legten die Exporte ebenfalls leicht zu, während die Importe stärker anstiegen. Auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung wichtiger Handelspartner: Die Ausfuhren in die USA gingen im Jahresvergleich deutlich zurück, während sie im Monatsvergleich leicht zulegten.
Die Exporte nach China und in das Vereinigte Königreich entwickelten sich rückläufig. Auf der Importseite bleibt China der wichtigste Lieferant, gefolgt von den USA.
Insgesamt zeigt sich ein differenziertes Bild: Der Außenhandel wächst weiter, jedoch mit zunehmender Dynamik auf der Importseite. Dies führt zu einem leicht sinkenden Handelsüberschuss und unterstreicht die veränderten globalen Handelsströme.





