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Exporteinbruch im November: Überschuss schrumpf, BGA warnt

Container-Hafen mit Kran und Containern
Foto: Frans van Heerden / Pexels

Key takeaways

Die deutschen Exporte sind im November 2025 um 2,5 % gesunken, während die Importe leicht zulegten. Die Außenhandelsbilanz verringerte sich deutlich. Besonders der Handel mit den USA und der EU schwächelt. Der BGA fordert eine Neuausrichtung der Außenwirtschaftspolitik angesichts wachsender globaler Herausforderungen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im November 2025 sind die deutschen Exporte kalender- und saisonbereinigt um 2,5 % gegenüber dem Vormonat gesunken. Das Statistische Bundesamt meldet gleichzeitig einen Anstieg der Importe um 0,8 %. Damit schließt die deutsche Außenhandelsbilanz mit einem Überschuss von 13,1 Milliarden Euro – deutlich weniger als im Oktober (17,2 Mrd. €) und dem Vorjahresmonat (20,0 Mrd. €).

Schwacher EU-Handel belastet Gesamtergebnis

Besonders der Handel mit den EU-Staaten entwickelte sich rückläufig: Die Ausfuhren in die Union sanken um 4,2 %, die Einfuhren um 4,0 %. Sowohl im Handel mit der Eurozone (-3,9 % Exporte; -3,7 % Importe) als auch mit Nicht-Euro-Ländern innerhalb der EU (-4,8 % Exporte; -4,7 % Importe) gab es Rückgänge. Auch die Ausfuhren in Drittstaaten gaben leicht nach (-0,2 %), während deren Importe mit +6,3 % stark anzogen – vor allem aus China.

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Rückgänge in den USA, Zuwächse aus China

Größter Abnehmer deutscher Exporte waren erneut die USA, allerdings mit einem deutlichen Rückgang von 4,2 % zum Oktober und sogar -22,9 % zum Vorjahr. Die Ausfuhren nach China legten hingegen um 3,4 % zu. Besonders kräftig wuchsen die Importe aus China, die um 8,0 % auf 14,9 Milliarden Euro stiegen. Auch die Einfuhren aus den USA (+7,9 %) und dem Vereinigten Königreich (+10,9 %) zogen deutlich an.

Die Exporte nach Russland sanken um 5,5 % gegenüber Oktober und um 22,5 % im Jahresvergleich. Die Importe aus Russland stiegen im Monatsvergleich um 22,5 %, blieben jedoch auf niedrigem Niveau (0,1 Mrd. €).

BGA: Deutsche Exportwirtschaft unter strukturellem Druck

Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), bewertet die Zahlen als Warnsignal. Die Exportwirtschaft stehe zunehmend zwischen schwacher Auslandsnachfrage, geopolitischen Risiken und wachsendem Preisdruck – besonders aus China. Er fordert eine politische Neuausrichtung der Außenwirtschaftspolitik, mehr strategische Unterstützung für Unternehmen sowie den zügigen Abschluss des Mercosur-Abkommens.

Die aktuelle Entwicklung zeige strukturelle Schwächen des deutschen Exportmodells auf. Ohne entschlossene Gegenmaßnahmen drohe ein langfristiger Verlust an Wettbewerbsfähigkeit.

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