Der deutsche Exportüberschuss im Handel mit den USA ist im Zeitraum Januar bis Juli 2025 laut Statistischem Bundesamt deutlich gesunken. Mit einem Saldo von 34,6 Milliarden Euro verzeichnete Deutschland den niedrigsten Überschuss der ersten sieben Monate eines Jahres seit 2021. Damals lag der Außenhandelssaldo während der Corona-Krise bei lediglich 28,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich ein Rückgang um 6,2 Milliarden Euro oder 15,1 Prozent.
Rückläufige Exporte, steigende Importe
Verantwortlich für die Entwicklung ist eine gegenläufige Dynamik im Warenverkehr mit den Vereinigten Staaten: Die deutschen Exporte in die USA sanken um 5,3 Prozent auf 89,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig stiegen die Importe aus den USA um 2,2 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro. Trotz dieser Entwicklung bleibt die USA das Land mit dem höchsten deutschen Exportüberschuss. Allerdings verringert sich der Abstand zu Frankreich deutlich: Der Exportüberschuss mit Frankreich belief sich auf 30,4 Milliarden Euro und lag damit nur noch 4,2 Milliarden Euro unter dem der USA – im Vorjahreszeitraum hatte die Differenz noch 10,3 Milliarden Euro betragen.
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Auch Mexiko, Italien und Kanada betroffen
Neben den USA verzeichnete Deutschland auch mit anderen Ländern spürbare Rückgänge im Exportüberschuss. Besonders stark fiel der Saldo mit Mexiko: Dieser reduzierte sich um 1,8 Milliarden Euro (–32,6 Prozent) auf 3,6 Milliarden Euro. Auch Italien (–1,6 Milliarden Euro; –19,5 Prozent) und Kanada (–1,5 Milliarden Euro; –41,0 Prozent) trugen zu der insgesamt rückläufigen Entwicklung bei. Der Überschuss mit Italien lag damit bei 6,6 Milliarden Euro, mit Kanada bei 2,1 Milliarden Euro.
China mit höchstem Importüberschuss seit 2022
Parallel dazu nahmen die Importüberschüsse deutlich zu – vor allem im Handel mit der Volksrepublik China. Von Januar bis Juli 2025 importierte Deutschland um 47,7 Milliarden Euro mehr aus China, als es dorthin exportierte – ein Plus von 54,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Lediglich 2022 fiel der Überschuss in diesem Zeitraum noch etwas höher aus (47,9 Milliarden Euro).
Auch mit Vietnam (+1,9 Milliarden Euro), Ungarn (+1,6 Milliarden Euro) und Tschechien (+1,4 Milliarden Euro) stiegen die Importüberschüsse deutlich. Damit ergibt sich für Vietnam ein Saldo von 8,6 Milliarden Euro, für Ungarn 2,6 Milliarden Euro und für Tschechien 5,3 Milliarden Euro.


