Der japanische Modekonzern Fast Retailing hat das Geschäftsjahr 2026 mit neuen Rekordwerten abgeschlossen. Der Mutterkonzern von Uniqlo steigerte seinen Umsatz um 16,6 Prozent auf 3,96 Billionen Yen (rund 22,39 Milliarden Euro). Der operative Geschäftsgewinn erhöhte sich um 30,4 Prozent auf 718,4 Milliarden Yen (4,06 Milliarden Euro), während der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn um 25,3 Prozent auf 542,5 Milliarden Yen (3,07 Milliarden Euro) zulegte.
Damit erreichte Fast Retailing zum fünften Mal in Folge ein Rekordergebnis. Besonders die internationale Expansion von Uniqlo sowie die starke Entwicklung in Europa und Nordamerika trugen zum Wachstum bei.
Uniqlo International wächst um 26 Prozent
Das internationale Uniqlo-Geschäft erzielte einen Umsatz von 2,41 Billionen Yen (13,63 Milliarden Euro), ein Plus von 26,2 Prozent. Der Geschäftsgewinn stieg um 44,1 Prozent auf 439,8 Milliarden Yen (2,49 Milliarden Euro). Sämtliche Regionen verbesserten ihre Profitabilität.
Europa entwickelte sich besonders dynamisch. Der Umsatz erhöhte sich um 38,7 Prozent auf 512,6 Milliarden Yen (2,90 Milliarden Euro), der Gewinn um 69 Prozent auf 91,7 Milliarden Yen (518,5 Millionen Euro). In Nordamerika stiegen die Erlöse um 34,6 Prozent auf 364,9 Milliarden Yen (2,06 Milliarden Euro).
Erstmals übertraf der gemeinsame Umsatz Europas und Nordamerikas sowohl den Umsatz der Region Greater China als auch den der zusammengefassten Märkte Südkorea, Südostasien, Indien und Australien. Neue Flagship-Stores und erfolgreiche Kollektionen stärkten die internationale Nachfrage.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Japan und China legen ebenfalls zu
Auf dem japanischen Heimatmarkt erwirtschaftete Uniqlo 1,08 Billionen Yen (6,11 Milliarden Euro) Umsatz, 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Geschäftsgewinn verbesserte sich um 8,1 Prozent auf 196 Milliarden Yen (1,11 Milliarden Euro). Vergleichbare Filialen steigerten ihre Erlöse um 5,1 Prozent.
Die Region Greater China erreichte einen Umsatz von 724 Milliarden Yen (4,09 Milliarden Euro) und wuchs damit um 11,3 Prozent. Der Geschäftsgewinn erhöhte sich um 24,6 Prozent auf 112 Milliarden Yen (633,3 Millionen Euro).
Auf dem chinesischen Festland zeigten laufende Umstrukturierungen erste Ergebnisse. In lokaler Währung stiegen die Umsätze um etwa drei Prozent und der Gewinn um rund 18 Prozent. Auch Südkorea sowie die Märkte Südostasiens, Indiens und Australiens verzeichneten zweistellige Zuwächse.
GU steigert Gewinn trotz schwächerem Schlussquartal
Die Konzernmarke GU erhöhte ihren Jahresumsatz um 1,8 Prozent auf 336,7 Milliarden Yen (1,90 Milliarden Euro). Der Geschäftsgewinn wuchs um elf Prozent auf 31,5 Milliarden Yen (178,1 Millionen Euro).
Im vierten Quartal belasteten Schwierigkeiten bei der Abstimmung von Sommerartikeln und neuer Herbst-Winter-Ware den Absatz. Fast Retailing reagierte mit einer stärkeren Konzentration auf erfolgreiche Produkte und einer präziseren Sortimentsplanung.
Das Segment Global Brands verzeichnete dagegen einen Umsatzrückgang um 2,3 Prozent auf 128,5 Milliarden Yen (726,6 Millionen Euro). Der Geschäftsgewinn stieg dennoch um 6,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Yen (15,8 Millionen Euro). Während Theory unter laufenden Restrukturierungen litt, entwickelte sich PLST positiv.
Fast Retailing erwartet 2027 weitere Rekorde
Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert der Konzern einen Umsatzanstieg um 12,3 Prozent auf 4,45 Billionen Yen (25,16 Milliarden Euro). Der Geschäftsgewinn soll um 15,5 Prozent auf 830 Milliarden Yen (4,69 Milliarden Euro) steigen, der Nettogewinn um 3,2 Prozent auf 560 Milliarden Yen (3,17 Milliarden Euro).
Wachstumstreiber sollen erneut die internationalen Uniqlo-Märkte sein. Für Europa, Nordamerika und mehrere asiatische Regionen erwartet das Unternehmen zweistellige Umsatz- und Gewinnzuwächse.
Parallel plant Fast Retailing den weiteren Ausbau seines Filialnetzes. Bis Ende August 2027 soll die Gruppe weltweit 3.545 Geschäfte betreiben, darunter 1.752 internationale Uniqlo-Standorte.
Auch die Aktionäre sollen profitieren. Nach einer geplanten Jahresdividende von 850 Yen (4,81 Euro) für 2026 stellt Fast Retailing für 2027 eine Ausschüttung von 900 Yen (5,09 Euro) je Aktie in Aussicht.




