Flexjet hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde 800 Millionen US-Dollar (rund 740 Millionen Euro) gesichert. Angeführt wurde das Investment von der US-Beteiligungsgesellschaft L Catterton, die eng mit der französischen Luxusgruppe LVMH verbunden ist. Auch Partner wie KSL Capital Partners und die J Safra Group beteiligten sich an der Kapitalrunde.
Luxus trifft Luftfahrt
Flexjet-Vorsitzender Kenn Ricci sieht in der Partnerschaft mit L Catterton mehr als nur eine Finanzierungsquelle: „Die enge Verbindung zu LVMH bietet großes Potenzial bei Themen wie Markenstrategie, Konsumentenverständnis und der Ausweitung im Premiumsegment.“ Wie ch-aviation berichtet, gibt es lauf Unternehmenssprecher derzeit zwar noch keine konkrete Kooperationspläne mit LVMH – allerdings sei man offen für Synergien. Flexjet arbeitet bereits mit Luxusmarken wie der Ferretti Group und Riva zusammen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Milliardenbewertung und Flottenausbau
Die Kapitalrunde bewertet Flexjet mit rund vier Milliarden US-Dollar (etwa 3,7 Milliarden Euro). Die Mittel sollen laut Ricci insbesondere in den Ausbau der Flotte fließen – der Bedarf steigt insbesondere durch Kunden aus der Tech- und Kryptoszene. Beratend begleiteten Jefferies, Morgan Stanley und Goldman Sachs die Transaktion.
Schon zu Jahresbeginn hatte Flexjet einen Großauftrag über 182 Jets (plus 30 Optionen) beim brasilianischen Hersteller Embraer platziert. Der Deal umfasst hauptsächlich Modelle der Typen Praetor 500 und 600 sowie einige Phenom 300E. Trotz neuer US-Zölle auf brasilianische Importe bleibt Flexjet dem Vertrag treu.
Langfristige Finanzierung ergänzt frisches Kapital
Bereits Ende 2024 hatte sich Flexjet zusätzlich 500 Millionen US-Dollar über eine fünfjährige Anleihe gesichert. Diese Mittel dienten unter anderem der Refinanzierung von Immobilien- und Flugzeugkrediten, der Ausschüttung von Dividenden sowie der Stärkung der eigenen Liquidität. Weitere Flottenausweitungen seien laut Unternehmen ebenfalls geplant.


