Der deutsche Games-Markt ist 2025 wieder auf Wachstumskurs. Nach einem leichten Rückgang im Vorjahr stieg der Umsatz mit Games, Hardware und Online-Services um 4 Prozent auf rund 9,4 Milliarden Euro. Das zeigen aktuelle Daten des game – Verband der deutschen Games-Branche auf Basis von Erhebungen von YouGov und Sensor Tower.
Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählt die Games-Hardware. Besonders deutlich legten Spielekonsolen sowie Zubehör für Gaming-PCs zu. Gleichzeitig überschritt der Umsatz mit Online-Gaming-Services erstmals die Marke von einer Milliarde Euro.
Hardware als zentraler Wachstumstreiber
Der Hardwaremarkt entwickelte sich 2025 besonders dynamisch. Insgesamt stieg der Umsatz in diesem Segment um 12 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Vor allem Spielekonsolen sorgten für einen deutlichen Aufschwung: Mit einem Plus von 26 Prozent erreichte das Segment rund eine Milliarde Euro Umsatz und machte damit den Einbruch des Vorjahres wett.
Auch Gaming-PCs verzeichneten ein Wachstum und legten um 7 Prozent auf 651 Millionen Euro zu. Noch stärker entwickelte sich der Markt für Gaming-PC-Zubehör, der um 13 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro wuchs. Hier machte sich ein Nachholeffekt bemerkbar, nachdem viele Nutzer bereits während der Pandemie investiert hatten.
Rückläufig war hingegen das Geschäft mit Konsolen-Zubehör, das um 10 Prozent auf 360 Millionen Euro sank.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Online-Services durchbrechen Milliardenmarke
Ein weiterer Wachstumstreiber sind Online-Gaming-Services. Dazu zählen Abo-Angebote, Cloud-Gaming und Multiplayer-Dienste. Der Umsatz in diesem Bereich stieg um 7 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro und überschritt damit erstmals die Milliardenmarke.
Innerhalb von sechs Jahren hat sich dieser Teilmarkt damit mehr als verdoppelt. Treiber sind vor allem abonnementbasierte Modelle, die Zugang zu umfangreichen Spielebibliotheken und Online-Funktionen bieten.
Games-Umsatz leicht rückläufig
Während Hardware und Services zulegen, zeigt sich bei klassischen Spieleverkäufen ein leichter Rückgang. Insgesamt sank der Umsatz mit Games um 1 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.
Besonders deutlich fiel das Minus bei klassischen Game-Käufen aus, die um 13 Prozent auf 807 Millionen Euro zurückgingen. Gleichzeitig wuchsen In-Game- und In-App-Käufe leicht um 1 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.
Der Trend zeigt eine strukturelle Verschiebung: Statt einzelner Käufe gewinnen langfristige Monetarisierungsmodelle innerhalb von Spielen weiter an Bedeutung. Viele Titel entwickeln sich zu dauerhaften Plattformen mit regelmäßigen Inhalten und aktiven Communities.
Verändertes Nutzungsverhalten der Spieler
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen einen Wandel im Konsumverhalten. Spieler investieren zunehmend in laufende Inhalte und Services, während klassische Einzelkäufe an Bedeutung verlieren.
Auch Abo-Modelle tragen dazu bei, dass weniger neue Spiele gekauft werden, da Nutzer Zugriff auf umfangreiche Bibliotheken erhalten. Gleichzeitig binden erfolgreiche Spiele ihre Community über Jahre hinweg durch kontinuierliche Updates.
Methodische Anpassungen beeinflussen Vergleichbarkeit
Ein Teil der Veränderungen ist auch auf Anpassungen in der Datenerhebung zurückzuführen. So wurden unter anderem die Methoden zur Erfassung des Mobile-Gaming-Markts überarbeitet. Zudem fließen seit 2025 zusätzliche Verkaufsdaten aus dem stationären Handel in die Hardware-Statistik ein.
Diese Anpassungen führen dazu, dass einige Werte rückwirkend von früheren Angaben abweichen können.
Fest steht jedoch: Der deutsche Games-Markt zeigt sich insgesamt robust. Wachstumstreiber sind vor allem neue Hardware-Generationen und digitale Geschäftsmodelle, die den Markt nachhaltig verändern.


