Die Generation 60+ nutzt Online-Shopping inzwischen selbstverständlich, verzichtet dabei aber nicht auf den stationären Handel. Laut Konsumbarometer 2026 von Consors Finanz kombinieren ältere Verbraucher digitale Informations- und Einkaufsmöglichkeiten mit klassischen Geschäften.
In Deutschland haben 31 Prozent der Befragten ab 60 Jahren noch nie online eingekauft. Gleichzeitig wächst der Online-Anteil in mehreren Produktkategorien weiter, darunter Reisen, Kleidung, Haushaltsgeräte sowie Möbel und Dekoration.
Online-Anteil steigt vor allem bei Reisen und Technik
Besonders stark ist der digitale Einkauf bei Reisen. Europaweit kaufen 45 Prozent der Befragten diese bevorzugt online. In Deutschland liegt der entsprechende Anteil bei 33 Prozent.
Auch bei elektronischen Geräten und Haushaltsgeräten spielt das Internet eine wichtige Rolle. 41 Prozent der deutschen Befragten kaufen Elektronik online, bei Haushaltsgeräten sind es 38 Prozent. Bei Kleidung liegt der Online-Anteil mit 41 Prozent knapp hinter Geschäften in Innenstädten und Nachbarschaften mit 46 Prozent.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Lebensmittel und Kosmetik bleiben stationär geprägt
Deutlich anders sieht es bei Lebensmitteln aus. 69 Prozent der deutschen Befragten kaufen vor allem im Supermarkt, während lediglich vier Prozent den Online-Kanal bevorzugen.
Auch bei Kosmetik bleibt der stationäre Handel dominant. Jeweils 40 Prozent kaufen bevorzugt im Supermarkt oder in Geschäften in der Nachbarschaft und Innenstadt. Online liegt der Anteil lediglich bei 13 Prozent.
Informationssuche findet online und vor Ort statt
Vor einer Kaufentscheidung nutzt die Generation 60+ mehrere Informationswege parallel. 68 Prozent der deutschen Befragten vergleichen Preise direkt vor Ort, während sich 65 Prozent zusätzlich online informieren.
59 Prozent nutzen Preisvergleichsportale im Internet. Persönliche Beratung bleibt ebenfalls relevant: 51 Prozent sprechen mit Verkaufspersonal, während jeweils 50 Prozent auf Bewertungen anderer Verbraucher sowie Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis zurückgreifen.
KI spielt bei der Kaufvorbereitung bislang kaum eine Rolle
Künstliche Intelligenz ist als Einkaufshilfe bislang nur schwach verbreitet. In Deutschland nutzen sieben Prozent der Befragten ab 60 Jahren KI-Tools zur Vorbereitung von Kaufentscheidungen, europaweit sind es 13 Prozent.
Damit bleibt KI deutlich hinter klassischen digitalen Informationsangeboten zurück. Für Händler spricht die Studie deshalb eher für eine Verzahnung von persönlicher Beratung und digitalen Services als für eine vollständige Verlagerung in einen einzelnen Kanal.






